﻿Beschreibung und mikroskopische Untersuchungen von Mumien.
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Die Elemente der inneren Wurzelscheide des Haares habe ich mit aller Deutlichkeit unterschieden. Die Zellen der äusseren Schichte der inneren Wurzelscheide (Henle’s Schichte) konnten leicht im Zusammenhänge und einzeln isolirt werden ; sie hatten, einzeln gemessen, eine Länge von 0,013"'—0,02'" und eine Breite von 0,006'" und zeigten, wo der Zusammenhang zwischen ihnen noch nicht aufgehoben war, jene charakteristischen Spalten, welche diese Lage so leicht kenntlich machen vgl. Fig. 5). Die innere Schichte der inneren Wurzelscheide Huxley’s Schichte bestand aus polygonalen Zellen, welche keine Spalten zwischen sich Messen und kürzer und breiter waren, als die Elemente der äusseren Schichte. Die Dicke der aus diesen beiden Schichten, der IlENLE’sehen und der HuxLEY’schen zusammengesetzten inneren Wurzelscheide betrug zwischen 0,007'" und 0,009'". Nach innen von der HuxLEY’schen Schichte erkannte ich noch die äussere Lage des Oberhäutchens, welches, soweit die innere Wurzelscheide reicht, den Haarbalg auskleidet und aus einzelnen dachziegelförmig sich deckenden Plättchen besteht. Die Richtung und Anordnung dieser Plättchen ist im Allgemeinen dieselbe, wie die der Schuppen des Oberhäutchens am Haarschaft.
Wurden die Haare vorsichtig aus den Bälgen herausgezogen, so blieb die innere Wurzelscheide an ihrem unteren Ende sitzen, und konnte dann leicht untersucht werden. An Falten der inneren Wurzelscheide, welche auf diese Art isolirt worden war, habe ich, bei gehöriger Focaleinstellung den Zusammenhang aller erwähnten Elemente wie an einem Durchschnitte deutlich übersehen können.
Nach einem solchen Präparate ist Fig. 6 entworfen; bei a erkennt man die äussere oder durchbrochene, bei b die innere Schichte der inneren Wurzelscheide und bei c das Oberhäutchen, und zwar dessen äussere, von Bowman und Kölliker zuerst beschriebene Lage ; bei d sind krümelige Beste der äusseren Wurzelscheide angedeutet.
3. Von dem fibrösen und elastischen Gewebe.
Nicht minder wohl erhalten als die bisher abgehandelten Gebilde, sind die Bänder, die Sehnen und die Aponeurosen. Ich hatte Gelegenheit die verschiedenen fibrösen Elemente von beiden Mumien zu untersuchen, und fand ihre physikalischen und mikroskopischen Charaktere im Allgemeinen übereinstimmend mit jenen der frisch getrockneten Theile. Wurden die liornartig spröden, bräunlichroth durchscheinenden fibrösen Gebilde in Wasser erweicht, so quollen sie fast alle bedeutend auf, und Messen sich leicht in Fasern zerlegen. Nach Zusatz von