124 	Beschreibung und mikroskopische Untersuchungen von Mumien.

Verhltniss dar. Ich lasse zunchst die Grssenbestimmungen
folgen.
	Sie maass vom Scheitel bis zur Sohle 	= 1,53 m
	Die Lnge der Arme bis zu den Fingerspitzen betrug . .		0,695 -
		Davon kommen 0,290 auf den Oberarm, 0,225 auf
		den Radius, und 0,180 auf die Hand.
	Der Oberschenkel, vom grossen Trochanter an gemessen,
	hatte eine Lnge von 	= 0,400 -
	Der Unterschenkel von 	0,350 -
	Der Fuss von der Ferse zur Spitze der grossen Zehe . .	0,225 -
	Von einer Schu1trhhe zur anderen 	= 0,300 -
	Von einer Spina anterior superior des Darmbeines zur an-
	deren 	= 0,270 -
	Der grsste Abstand der Darmbeinkmme 	= 0,300 -
	Von der vorderen Flche der Schambeinfuge zur hinteren
	des Kreuzbeines 	= 0,150 -
	Lnge der Wirbelsule 	= 0,645 -

	Die Formen des Schdels weichen von jenen des oben
beschriebenen in mehrfacher Hinsicht ab, doch finden sieh im Allge-
meinen tibereistimmende Verhltnisse.
	Von obenher betrachtet, ist der Umriss ein von beiden Seiten ab-
geflachtes, mehr in die Lnge gezogenes Oval. Das Gesicht ist bei
dieser Ansicht dem Blicke vllig entzogen. Die grsste Lnge (von
	der Gkibella zum Hinterhaupthcker) 	= 0,183 m
Die grsste Breite, welche ber und hinter die Ohren fllt = 0, 140 -
	Der Umfang 	=0,525 -
Die geringste Breite (= 0,105 rn) ist vorne in der Schlfengegend.
Im Profil fllt das bedeutende Hervorstehen des Hinterhauptes auf.
Der Gesichtswinkel ist ansehnlich gross, die Profillinie des Gesichts
wenig geneigt. Die Kiefer sind nicht vorgestreckt. Das Individuum
gehrt also jedenfalls unter die dolichocephalischen Orthognathen.
Von vorne betrachtet ergiebt sich das Gesicht als sehr breit, im Ver-
hltniss zu den merklich abgeflachten Schlfen. Die Lnge des Gesichts
vom Kinn bis zur Nasenwurzel = 0, 105 m. Die Augen stehen weit
auseinander; die Nasenwurzel ist auffallend breit, wenig gewlbt,
aber aufgerichtet. Die Jochbeine stehen stark hervor, die Entfernung
von einem zu dem anderen betrgt = 0,115 m. Die Jochbogen liegen
0,131 m auseinander. Von den durch MORTON aufgestellten Typen
scheint mir der gyptische zu den vorliegenden Formen ziemlich
zu passen, obschon das flache Gesicht nicht genug prominirt. Zur
