﻿Ueli. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico'ides. 159
Ich führe diese Beobachtung deshalb an. weil die zwischen der Epidermis und dem faserigen Theile des Coriums eingeschaltete homogene Schichte der Haut von Aseäris ein ähnliches Gewebe, wie jenes der structurlosen Lamellen die Mutterblase von Echinococcus zu sein scheint, und weil sie die Vermuthung wahrscheinlich macht, dass sich bei weiteren Untersuchungen Uber die Hautbedeckung der Helminthen solche homogene Lagen viel allgemeiner, als bisher bekannt ist, als wesentliche Bestandtheile der Haut finden dürften.
Längs der beiden Seitenlinien geht durch die ganze Dicke der homogenen Schichte eine senkrechte Trennungsspur oder Rliaphe, an deren unterem Ende eine seichte Furche hinläuft, welche sicli auf Querdurchschnitten der Haut als eine leichte Einschnürung darstellt.
c) Unterhalb der homogenen Schichte trifft man eine 0,006"' dicke Lage von Fasern, welche unter sich parallel in schräger Richtung verlaufen; hierauf folgt eine zweite solche Lage von schrägen Fasern, welche sich mit den Fasern der vorigen Schichte unter einem Winkel von weniger als 45° kreuzen.
Es entstehen durch diese Ueberkreuzung Parallelogramme und Rhomben.
Gegen die Längsaxe des Thieres sind die Fasern beider Schichten unter demselben Winkel, nur von entgegengesetzter Seite her, geneigt und laufen also eigentlich in Spiraltouren. Dieser Neigungswinkel beträgt etwas mehr als die Hälfte von 135°.
Die Längsaxe des Thieres fällt mit der kurzen Diagonale der rhombischen Durchkreuzungsfiguren zusammen; die Querringel der Epidermis sind mit der langen Diagonale parallel.
Was den Windungstypus der von den Fasern beschriebenen Spiraltouren angeht, so habe ich an den von mir untersuchten Haut-stticken gefunden, dass die Fasern der äussern Schichte in laeotropen oder linksgewundenen Spiralen, die der innern Schichte in dexiotropen oder rechtsgewundenen Spiralen verlaufen. (Vgl. Uber diese Begriffsbestimmungen Listing’s ; Vorstudien zur Topologie. Abgedr. aus den Göttinger Studien, 1847, S. 34 .
d Unter der innern Spiralfaserschichte liegt ein überaus dünnes, durchsichtiges Häutchen, welches eine deutliche, wenn auch sehr zarte Längsstreifung zeigt.
Auf diese Schichte endlich folgt, wie ich an in Weingeist aufbewahrten Ascariden sehe, eine grob granulirte Membran, welche an ihrer äusseren Oberfläche eine mehr oder weniger deutliche Querfase-rung erkennen lässt. In unmittelbarer Berührung mit dieser Lamelle