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Ueber den Gewichtsverlust der Thiere nach dem Tode.
18 Minuten später gewogen; Verlust 0,038 Gramm.
30	«	»	»	»	0,057	»
70	»	»	»	»	0,058	»
4^2 Stunden	»	»	»	0,071	»
24	»	»	»	»	0,196	»
Wird der Verlust zu gleichen Tkeilen auf beide Thiere, welche nahezu dieselbe Grösse hatten, vertheilt, so kommt auf Eines ein Totalverlust von 0,098 Gramm oder einem 95stel seines Körpergewichtes.
Das allgemeine Resultat, welches sich aus sämmtlichen Versuchen ergehen hat, ist kurz folgendes : DieThi'erewerdenvonihrem Tode an, bis zum Zerfallen durch dieFäulniss oder bis zur völligen Mumification fortwährend leichter; der Gewichtsverlust nimmt jedoch ungleichmässig zu und wächst, unter übrigens gleichen Umständen, anfangs am bedeutendsten.
Es handelt sich nun darum, die ganze Erscheinung zu erklären und mit bekannten Vorgängen in Zusammenhang zu bringen.
Betrachtet man die Gewichtsverhältnisse eines lebenden Thieres während der mannigfaltigen, gesetzinässig oder zufällig wechselnden vitalen Trocesse, so findet man, dass das gesammte Körpergewicht, abgesehen auch von den durch das Lebensalter in grösseren Zeitabschnitten gesetzten Differenzen, fortwährenden, oft sehr beträchtlichen Schwankungen unterworfen ist. Der menschliche wie der thierische Körper behält streng genommen fast keinen Augenblick das gleiche Gewicht bei. Freilich können die in sehr kurzen Zeiträumen stattfindenden, oft unendlich kleinen Schwankungen, auf unseren Wagen nicht nachgewiesen werden, doch lassen sie sich nichts desto weniger voraussetzen. Der Gewichtsverlust und die Gewichtszunahme des lebenden Körpers werden durch das Zusammenwirken unzähliger innerer und äusserer Vorgänge mit Nothwendigkeit bedingt. Es steht hierbei die Aufnahme von Stoffen aus der umgebenden Aussenwelt mit den Ausscheidungen, den verschiedenen Se- und Excretionen, in antagonistischem Verhältnisse. Die stofflichen Einnahmen und Ausgaben müssen hier im weitesten Sinne genommen werden, sowohl hinsichtlich der chemischen und physikalischen Beschaffenheit, als der dabei thätigen Organe. Eine Unterscheidung der Einnahmen in solche, durch welche Stoffe überhaupt in den Körper kommen z. B. Essen, Trinken und in solche, welche die Stoffe erst zu eigentlichen Be-stan dt heilen des Organismus machen (z. B. die Aufsaugung des Cliylus), ist für den nächsten Zweck der angeregten Betrachtung nicht uothwendig. Dasselbe gilt von einer ähnlichen Eintkeilung der Aus-