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Ueber den Gewichtsverlust der Thiere nach dem Tode.
dingt durch die Verdunstung, hängt aber wesentlich von den hygro-metrischen und barometrischen Verhältnissen der Atmosphäre und der Temperatur ab. Es kann der Fall eintreten , dass durch die Zustände der das Thier umgebenden Medien nicht nur ein absoluter Stillstand der Verdunstung — also auch der Abnahme des Gewichtes, eintritt, sondern dass sogar das Gegentheil von dem bisher Besprochenen geschieht , nämlich eine Aufnahme von Stoffen, namentlich von Wasser, aus der Luft und dem gemäss eine Zunahme des Körpergewichtes. Wenn der Körper z. B. schon vorher mehr Flüssigkeit verloren hätte, als die Atmosphäre im Augenblicke selbst besässe, so würde dies unvermeidlich sein. Die mehr oder weniger auf fallenden Schwankungen des Gewichtsverlustes, sowohl im Anfänge, als auch später, werden sich also auf den häufigen, oft schnellen und periodischen Wechsel der angeführten äusseren Verhältnisse zurückführen lassen und nehmen wir dazu nebst den erörterten inneren Bedingungen noch die individuellen Verhältnisse in Betracht, als: Alter, Grösse, Wohlgenährtheit u. s. w., so dürften wir wohl sämmtliche maassgebende Momente erschöpft haben, welche hierher bezogen werden können.
Die Veränderungen des Körpergewichtes, welche auch in pathologischer Hinsicht von praktischer Wichtigkeit sind, wie neuere Erfahrungen zeigen, haben wir bis über die Vernichtung des individuellen Lebens hinaus verfolgt, und damit die Auffassung jener physikalischen Verhältnisse des thierischen Organismus vervollständigt, welche durch die skizzirte Curve des Körpergewichtes graphisch dargestellt wurden, nämlich seiner Beziehungen zur Schwere.
Schliesslich will ich noch eines weitverbreiteten Vorurtheiles gedenken, dessen Berichtigung und Deutung wohl hier Platz finden kann. Es gilt als Erfahrungssatz, dass der Tod die Leichen nicht nur strecke, sondern auch schwerer mache. Der Volksglaube behauptet also das Gegentheil von dem, was im Vorhergehenden als eine allgemeine und nothwendige Erscheinung nachgewiesen wurde. — Es versteht sich von selbst, dass der menschliche Körper, auf welchen dies zunächst bezogen wird, keine Ausnahme von dem Naturgesetze machen kann, sondern aus den angegebenen Gründen nach dem Tode an Gewicht verlieren muss, wie alle thierischen Organismen. Irgend eine Wahrheit liegt jedoch diesem, wie den meisten Vorurtheilen zu Grunde. Die fraglichen im Volke gemachten Erfahrungen sind nicht unrichtig, nur müssen sie anders ausgelegt und das Resultat, zu dem sie führen, anders formulirt werden.
Wenn man einen Lebenden heben oder tragen soll, so gibt man ihm oder er sich seihst eine passende Stellung ; er legt den Arm um