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Ueber den Gewichtsverlust der Thiere nach dem Tode.
als die relative Zunahme des Gewichtsverlustes bestimmt wurde. Die gefundenen Werthe stellte ich tabellarisch zusammen ; die eine Zahlenreihe enthält die Zeit der Wägungen, die andere das jeweilige absolute Gewicht. Aus der Differenz zweier Posten lässt sich die Veränderung des Gewichtes für eine bestimmte Zeiteinheit und somit der relative Gewichtsverlust leicht berechnen. Diese Tabellen gewinnen an Ueber-sichtlichkeit, wenn der Gewichtsverlust durch eine Curve ausgedrückt wird. Ich entwarf mir zu dem Ende eine Scale, deren Grade einer gewissen Zeiteinheit entsprachen und liess dieselbe von einer zweiten Scale rechtwinklig durchkreuzen, deren Abtheilungen eine bestimmte Gewichtseinheit repräsentirten. Ich erhielt auf diese Weise eine Anzahl von Vierecken und Durchkreuzungspunkten, welche je nach ihrer Lage und Entfernung vom Nullpunkte eine verschiedene quantitative Bedeutung bekamen. War schon vor dem Versuche ein solches Schema entworfen, so konnte der Verlust gleich nach jeder Wägung graphisch notirt werden. Um beim Entwürfe der Scalen Linien zu ersparen, bezog ich die Grade auf grössere Gewichts- und Zeiteinheiten, und theilte sie nur dort, wo es Noth that, nach einer kleineren Maasseinheit ein. Nach meinen bisherigen Versuchen werden, wenn man genau sein will, die Eintheilungen für den Anfang der Curve kleiner sein müssen als später, weil unmittelbar nach der Tödtung des Thieres, wegen des anfangs relativ grösseren Gewichtsverlustes mehr Wägungen noth-wendig erscheinen, als während den folgenden Zeitabschnitten. Je zahlreicher die Wägungen bei gleicher Dauer des Versuches vorgenommen werden, desto genauer drückt die Curve die allmählichen Veränderungen des Gewichtes aus. Aus der Steilheit, mit welcher die Curve nach der einen Seite hin abfällt, ersieht man die relative Grösse dieser Veränderungen, die absolute Grösse derselben lässt sich an der fortlaufend numerirten Scale der Gewichtseinheiten ablesen. Die Reste, welche nach Abzug des bei jeder Wägung gefundenen Verlustes von dem Gesammtgewichte des lebenden Thieres übrig bleiben, können leicht an den passenden Stellen notirt werden. Eine solche graphische Darstellung ist eine table à double entrée, und es lässt sich, wenn die Curve des Gewichtsverlustes genau gearbeitet ist, für jeden beliebigen Zeitpunkt der Verlust, und umgekehrt für jede Grösse des Verlustes die seit der Tödtung verflossene Zeit, ohne Rechnung, finden.
Aus einer grossen Menge von Versuchen, welche ich tabellarisch zusammengestellt habe, theile ich hier nur drei im Detail mit und lasse darauf das aus sämmtlichen Versuchen gewonnene Resultat folgen.
1. Ein junges Kaninchen Lepus cimiculus) wog lebend 17 Unzen und 84 Gran Med. Gew.