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Ueber den Gewichtsverlust der Thiere nach dem Tode.
duums nicht berücksichtigen will und die Beobaclitungsniethode darnach wählt. — Das letzte absteigende Stück der Curve des Körpergewichtes stellt den durch die oben mitgetheilten Versuche direct nachgewiesenen, nach dem Tode fortdauernden Gewichtsverlust dar. welchem keine vitalen Einnahmen entgegenwirken. Von den Ausgaben, welche das Leichterwerden bedingen, hat der Tod die Mehrzahl gleichfalls sistirt, in ununterbrochener Wirksamkeit bleiben aber jene Ausgaben , welche nicht unmittelbar von dem Leben des Organismus ab-hängen, und diese sind es daher, welche die fragliche Erscheinung erklären müssen.
Man hat die stofflichen Ausgaben nach verschiedenen Einthei-lungsgründen unterschieden ; so nach dem Aggregationszustande des Ausgeschiedenen in feste, flüssige und gasförmige ; nach der chemischen Beschaffenheit : nach den betheiligten Organen etc. Eine weitere Eintheilung ist durch die interessanten Versuche von Ludwig und Rahn Ueber die Beihülfe der Nerven zur Speichelsecretion. Zürich angebalmt worden, nämlich nach dem Grade der Abhängigkeit vom Nervensysteme. Die Ausgaben, um welche es sich hier handelt, müssen durch einen rein chemisch-physikalischen Vorgang bedingt sein, da sie das Leben überdauern, und dunst- oder gasförmiger Natur sein, weil sie nicht unmittelbar wahrgenommen werden können : ferner müssen sie auf der freien, von der Haut und den Schleimhäuten überkleideten Oberfläche des Körpers stattfinden, indem alle anderen Wege der Ausfuhr von Stoffen verlegt sind.
Nach Allem lässt sich mit Bestimmtheit behaupten, dass die fragliche Ausscheidung nichts anderes ist, als die Ausdünstung, das schon während des Lebens vorsickgehende und noch fortwährende Verdiinsten der flüssigen Bestandtheile des Körpers und das Verflüchtigen von Gasen. Das beschriebene Leichterwerden nach dem Tode ist der Ausdruck des durch die Verdünstung gesetzten Substanzverlustes. Das getödtete Individuum verhält sich hier im Wesentlichen gerade so, wie eine der Verdünstungsröhren, welche Liebig bei seinen Versuchen über den Verdünstungsdruck Unters, über einige Ursachen der Säftebewegung im thierischen Organismus. IS48. angewendet hat.
Die gegebene Erklärung des Gewichtsverlustes reicht vollkommen aus. Die nach dem Tode eintretenden Verhältnisse, welche man mit dem Leichterwerden noch in Beziehung bringen könnte, als das Erkalten der Leiche, das Aufhören der Respirations- und Blutbewegung u. s. w., beziehen sich entweder auf die Veränderung des specifischen Gewichtes, und es genügt, darauf im Allgemeinen hingewiesen zu haben, oder sie wirken nur modificirend auf die Raschheit, das Quan-