214 	Ueber das Wesen und die Entstehung der Thomas'schen Krper.

in eingedickten Obstsften u. s. w. hervorzubringen. Ich gebrauche
dabei den Fliegenrssel einfach wie ein Petschaft. Hiernach kann nun
kein Zweifel mehr obwalten ber die Richtigkeit meiner Deutung,
welche berdies zur Erklrung smmtlicher von THOMAS beobachteten
Erscheinungen vllig ausreicht. Die s er Umstand muss brigens zu-
gleich als eine Ehrenrettung fur Hrn. THOMAS angesehen werden, in-
dein sich seine Angaben, als auf genauen Beobachtungen beruhend,
erweisen. Man begreift nmlich, nach der von mir gegebenen Auf-
klrung, was THOMAS eigentlich gemeint, und wie richtig er beobachtet
hat, wenn er sagt: die schildfrmigen Krper lgen auf oder vielmehr
in der Oberflche der Linsen, und htten eine verschwindende
Dicke. Ferner erklrt es sich nun von selbst wie es kommen konnte,
dass in einigen Fllen 3 bis 4 solcher schildfrmigen Krper ber
einander lagen, und warum eine regelmssige Vertheilung derselben
auf den Oberflchen der Linsen nicht vorhanden wre. Ferner ver-
steht man, wie die an einer Linse in grsserer Menge aufgetrocknete
Substanz des Glaskrpers  eine feingegliederte faserige Structur,
gleichsam als wre Sie nur aus nicht mehr zu sondernden Fasern der
Schildfrmigen Krper entstanden, zeigen konnte.
	Ich schliesse diese Mittheilung in der festen Ueberzeugung, dass
es einem Sachverstndigen wohl eben so wenig in den Sinn kommen
wird, meiner Deutung der TH0MAS'schen Krper zu misstrauen, als
Hrn. Dr. C. THOMAS, als Forscher und Beobachter, etwa geringer zu
schtzen, weil er nicht auch wie ich, zufllig einen Flie-
genrssel vor der Verffentlichung Seiner Beobach-
tungen ntersucht hatte.
