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Ueber die Accommodationslinien.
girende Linien auflüsen lassen, als die Undeutlichkeit der Bilder der diesseits und jenseits der Accommodationslinie i. e. S. gelegenen Objecte Zunahme.
Eine solche graphische Darstellung des einem jeden Accommodationszustande entsprechenden, durch die endliche Schärfe der Retina einerseits, andererseits durch die optischen Gesetze bedingten Verhältnisses der Deutlichkeit einer unendlichen Reihe stetig hintereinander gelegener Objecte, nenne ich eine Accommodationslinie im weiteren Sinne.
Es entspricht natürlich j edem Accommodationszustand eine besondere Accommodationslinie im weiteren Sinne, deren es daher für ein und dasselbe Auge unendlich viele und verschiedene geben wird. Verschiedene Individuen unterscheiden sich je nach der Beschaffenheit des optischen Apparates und der Schärfe der Gesichtswahrnehmung durch ihre Accommodationslinien.
Bei genauerer Ueberlegung kommen folgende Eigenschaften der Accommodationslinien zum Vorschein.
1.	Die Accommodationslinien i. e. S. sind nicht gleich lang, sondern nehmen mit der Entfernung des Accommodationspunktes vom Auge, unter übrigens gleichen Umständen zu.
2.	Die Accommodationslinien sind um so schärfer begrenzt, je näher der Accommodationspunkt dem Auge liegt.
3.	Der Accommodationspunkt liegt nicht in der Mitte der Accommodationslinie, sondern näher dem, dem Auge zugewendeten Ende derselben.
4.	Endlich nimmt die Verbreiterung der Linie oder die Divergenz, welche, wie oben erwähnt, das allmähliche Undeutlichwerden der diesseits oder jenseits der Accommodationslinie gelegenen Objecte graphisch andeuten soll, an dem, dem Auge zugekehrten Ende weit rascher zu , als an dem abgekehrten Ende. Dies Verhältniss wird mit der grösseren Entfernung des Accommodationspunktes vom Auge weniger auffallend.
Schliesslich erlaube ich mir eine Anzahl von Versuchen mitzu-theilen, welche durch die vorangeschickten theoretischen Betrachtungen ihre Erklärung finden, und die Richtigkeit meiner Lehre von den Accommodationslinien bestätigen.
a) Spannt man einen langen dünnen Faden in der Verlängerung der optischen Axe des geöffneten Auges auf, so nimmt der Faden vollständig das Bild einer Accommodationslinie i. w. S. an. Es erscheint in der Umgebung des fixirten 'Accommodations-) Punktes eine grös-