﻿Ueber die Accommodationslinien.
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ihrer Entfernung und je nach dem festgehaltenen Aceommodations-zustande, in bekannter Weise einfach oder doppelt.
In dem einen Versuche war mein Auge für eine Entfernung von 7 Wiener Zoll accommodirt. Die in dieser Entfernung stehende Nadel erschien daher einfach. Die Nadel, welche 4" entfernt war, erschien schon im Doppelbilde, ebenso die Nadel, welche 27" entfernt war, mit dem bemerkenswerthen Unterschiede jedoch, dass der Abstand der Doppelbilder von einander im ersten Falle 3/4 Wiener Linien, im zweiten aber nur 3/8"' betrug. Die Nadel von 10" Entfernung, war hingegen mit fast derselben Deutlichkeit und einfach zu sehen, wie die 7" weit entfernte Nadel, welche im Accommodationspunkte stand. Die Accommodationsliuie i. e. S. beträgt also bei 3".
Im zweiten Versuche war das Auge für eine Entfernung von 13" accommodirt. Eine daselbst aufgestellte Nadel erschien einfach und klar, aber auch noch bei 19" Entfernung war dies der Fall. Die Accommodationslinie i. e. S. betrug hier schon 6". Bei 27" Entfernung erschien die Nadel zwar schon unzweifelhaft in Doppelbildern, allein der Abstand derselben war kaum mit Sicherheit zu messen. Erst in einer Entfernung von 844" betrug die Distanz der Doppelbilder einer Dachrinne des gegenüber liegenden Hauses 1/2"’- Hingegen standen die Doppelbilder einer 7” entfernten Nadel 2/;j"' von einander ab.
Tragen wir nun die Entfernungen in verkleinertem Maassstabe als Abscissen auf eine gerade Linie, und verzeichnen die Abstände der Doppelbilder ohne dieselben auf einen kleineren Maassstab zu redu-ciren), als Ordinaten, so erhalten wir folgende zwei Curven Fig. 1 und 2 Taf. 11), deren Vergleichung eine abermalige Bekräftigung der Lehre von den Accommodationslinien ist.
Es wäre wünschenswerth, zahlreiche und genaue Messungen von Accommodationslinien zu besitzen, da dieselben über die optischen Eigenschaften des lichtbrechenden Apparates der Augen, und über die Schärfe der Ketina zugleich Aufschluss geben. Es würden sich individuelle Verschiedenheiten des Verhältnisses zwischen diesen beiden Momenten des Sehens ergeben, aus welchen sich ein normaler Mittelwerth dieses Verhältnisses gewinnen liesse.
Freilich müsste man eine bessere Messungsmethode anwenden, als die oben mitgetheilte, da dieselbe manche Schwierigkeit und Fehlerquelle bietet.
Ich hebe namentlich die Schwierigkeit heraus, eine Reihe von Nadeln so in einei^geraden Linie hinter einander aufzustellen, dass sich die entstehenden Doppelbilder nicht decken, und den Beschauer nicht verwirren. Da man nicht sicher ist, dass der Accommodations-