216 	tleber die Aecommodatiouslinien.

gungsweiten der Strahlen anfangs schneller ab als spter, wenn der
leuchtende Punkt schon weiter entfernt ist, so, dass die Differenz der
Vereinigungsweiten der Lichtstrahlen zweier in constant e r Ent-
fernung hinter einander gelegenen Punkte, eine verschiedene ist, je
nachdem die beiden Punkte nahe oder entfernt sind.
	Die Differenz der Vereinigungsweiten ist um so
grsser, je weniger, um so kleiner, je mehr die leuch-
tenden Punkte von dem dioptrischen Apparat entfernt
sind. Es versteht sich ferner von selbst, dass die Differenz
der Vereinigungsweiten auch mit der Entfernung der
leuchtendenPunkte von einanderwitehst, undabnimmt,
wenn die Punkte nher aneinander rcken.
	Diese Gesetze kann man leicht mit Hilfe der Gleichung fr die
Linse durch Rechnung finden, und auch experimentell nachweisen. Ich
lasse die Berechnung folgen.

Die bekannte elementare Gleichung fr die Linse ist: - = -- -.
Hiernach haben wir die Differenz der Vereinigungsweiten (a - ader
Lichtstrahlen zweier leuchtenden Punkte - deren constante Entfer-
nung von einander = n sei, fr zwei Flle zu berechnen.
	Erstens fr den Fall, wenn der nhere der beiden Punkte um a
von der Linse entfernt ist, und
zweitens, wenn der Abstand a auf m a gewachsen ist.
Im ersteren Falle ist die Vereinigungsweite der Strahlen des nhe-

ren Punktes a =		des entfernteren Punktes aber a' =	(a + n
	a-p 		a+n-p

also die Differenz der Vereinigungsweiten a - at _?_ - P a +_L
a -p 	an---p
= (a -	-  Wenn man nun, whrend die relative Distanz
n der Objecte unverndert bleibt, die Entfernung a zunehmen lsst,
so nehmen die beiden Factoren des Nenners zu, der Bruch wird somit
kleiner. Fr den zweiten Fall wird also die Differenz kleiner, was zu
beweisen war.
	Wenn a schon so gross ist, dass n und p dagegen vernachlssigt
werden knnen, dann nimmt die Differenz der Vereinigungsweiten
a - a1 nahezu im quadratischen Verhltnisse der Entfernung a ab.
	Das zweite oben angefhrte Gesetz ist hiermit eigentlich schon
besttiget, da durch das Wachsen von n der Zhler des Bruches im
Verhltnisse zum Nenner mehr zunimmt, und der Bruch g r  s s er
wird, welcher die Differenz der Vereinigungsweiten bedeutet. Auch
hier ergeben sich zwei Flle.
