XVIII.
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Ueber die
Wirkung punktfrmiger Diaphragmen auf das Sehen
(sammt Zusatz).



[Wiener akadem. Sitzungsberichte 1854 u. 1855 (Physiologische Studien).]

(Hierzu Fig. 3, 4 auf Taf. 11, Fig. 5 auf Taf. 12, Fig. 1, 2, 5 auf Taf. 14 
und
Fig. 6 ii. 7 auf Taf. 15).







	Bringt man ganz nahe vor das Auge ein Kartenblatt oder ein
Stck dnnen Bleches, in welchem eine sehr feine, punktfrmige Oeff-
nung angebracht ist, so wird 1. ein nur sehr kleiner Theil der Licht-
strahlen, welche von den, vor dem Auge gelegenen Objecten herkom-
men, durch die feine Oeffnung in das Auge gelangen, whrend der
brige Theil der Strahlen durch den undurchsichtigen Schirm abgehal-
ten wird, und 2. erleiden die durchgelassenen Strahlen eine D isp er -
s ion durch die Ablenkung, welche der Rand der Oeffnung auf die an
ihm vorbeistreichenden Strahlen ausbt.
	Die am Ende von Nr. XVII erwhnten Wirkungen der feinen
Lchelchen im Kartenblatte auf den Accommodationszustand und das
Netzhautbild erklren sich aus der Verkleinerung der in das Auge ge-
langenden Strahlenkegel und aus der Dispersion der Strahlen am
Rande der Oeffnung. Im Folgenden soll diese Erklrung ausgefhrt
werden, doch will ich vorher die zu betrachtenden Erscheinungen
genauer angeben, welche man beim Sehen durch feine Oeffnungen
wahrnimmt.
	A. Beim Sehen durch eine feine Oeffnung wchst die Vereinigungs-
weite der Lichtstrahlen) das Lchelchen wirkt wie eine concave Brille
oder Zerstreuungsglas.
	B. Die Undeutlichkeit der Bilder von Gegenstnden, welche nicht
in der Accommodationslinie i. e. S. liegen, wird sehr vermindert,
wenn man durch ein feines Lchelchen sieht.
