24t 	Ueber die Wirkung punktfrmiger Diaphraginen. auf das Sehen.

jenseits des Accommodationspunktes gelegenen Gegenstandes bestimmt,
durch die folgenden Versuche und Betrachtungen.
	Ich habe schon oben angegeben, dass man bei den Versuchen mit
punktfrmigen Diaphragmen unter brigens gleichu Umstnden aus
rein optischen Grnden eine um so bedeutendere Vergrsserung oder
Verkleinerung der betrachteten Gegenstnde erzielt, je mehr man die
punktfrmige Oeffnung des Kartenblattes dem Durchkreuzungpunkte
der Strahlen bd und ac nhert (vgl. Fig. 3, 4 und 5 Taf. 11 ii. 12).
Die bedeutendste Vergrsserung oder Verkleinerung erzielt man na-
trlich, wenn man die punktfrmige Oeffllung mit diesem Durchkreu-
zungspunkte zusammenfallen lsst. Von der Beugung der Lichtstrah-
len am Rande der Oeffnung sehe ich hier vorlufig ganz ab. Wenn
man einen Gegenstand nahe vor das Auge bringt, whrend das Auge
fr die Ferne accommodirt ist, so dass derselbe di e ss cit s des Accom-
modationspunktes zu liegen kommt, und dann zwischen Gegenstand
und Auge ein durchlchertes Kartenblatt bringt, so sieht man den
Gegenstand, wie bereits errtert wurde, mehr oder weniger stark ver-
grssert. Schiebt man nun das durchlcherte Kartenblatt zwischen
dem Auge und dem Gegenstande gleichsam auf der Sehaxe, welche
durch das Lchelchen geht, hin und her, so bemerkt man, dass die
Vergrsserung merklich zunimmt, wenn das Kartenblatt vom Auge
entfernt wird, dass sie hingegen abnimmt, wenn das Kartenblatt dem
Auge genhert wird. Dabei habe ich ferner den bemerkenswerthen
Umstand beobachtet, dass der Gegenstand in sehr auffallender Weise
in Bewegung zu gerathen und zwar whrend seiner V erg r  s ser a n g
zugleich gegen die Oeffnung des Kartenblattes heran-
zutreten, whrend seiner Verkleinerung hingegen von
derselben zurckzuweichen scheint.
	Durch das Hin- und Herschieben des punktfrmigen Diaphragma's
bringen wir also bei unverndertem Accornmodationszu-
stande genau dieselbe Erscheinung der scheinbaren Nherung und
Entfernung der Gegenstnde hervor, wie sie bei feststehendem Dia-
phragma durch Vernderung des Accommodationszustan-
des mit Nothwendigkeit eintritt. Knnten wir fr beide FlleMas
Vorhandensein der gleichen, unser Urtheil bestimmenden wesentlichen
Umstnde nachweisen, so wrde unser Vertrauen zu der Richtigkeit
der ganzen hier mitgetheilten Betrachtungen nicht unbetrchtlich
wachsen. Diesen Nachweis nun knnen wir in der That liefern.
	Vergegenwrtigen wir uns zuerst, dass die N  h er u n g dc s Di a -
phragma's an das Auge die gleiche Folge hat, wie das Aceom-
in o dire n des Auges fr die Nhe - nmlich das scheinbare
