	IJeber die Wirkung punktfrmiger Dia.phragmeu auf das Sehen.	233

ersten, die Verkleinerung des Retinabildchens im zweiten Falle auf
einen mglichst hohen Grad bringen, so muss man, abgesehen von
dem schon oben erwhnten Verhltnisse, zwischen der Entfernung des
Accomrnodationspunktes und des Objectes noch die Stellung des durch-
bohrten Kartenblattes reguliren. Eine genauere Betrachtung der ge-
gebenen Constructionen (Fig. 3, 4 und 5), wird zu der Einsicht fhren,
dass die Oeffnung des Kartenblattes an dem Punkte stehen muss, wo
sich die Strahlen a c und b d kreuzen, wenn in beiden Fllen der grsste
Werth erreicht werden soll, denn diese Strahlen sind es, welche den
gewnschten grssten und kleinsten Umriss des Retinabildchens ver-
zeichnen. Das Experiment besttigt meine Angabe. Nhert man das
durchbohrte Kartenblatt so weit als mglich der Cornea, so kann man
sicher sein, dass das Lchelchen nicht an dem von mir bezeichneten
Platze, dem Durchkreuzungspunkte der Strahlen a c und b d steht, und
es zeigt der Versuch, dass die Vergrsserung im ersten, die Verklei-
nerung im zweiten Falle bei weitem nicht so bedeutend ausfllt, als
wenn das Kartenblatt etwas von der Cornea abgerckt wird. Dies gilt
besonders fr den zweiten Fall, da der angegebene Durchkreuzungs-
punkt fr Strahlen, die von entfernten Objecten kommen, viel weiter
vorn Auge abliegt als fr Strahlen, die nahe Objecte aussenden.
	Die Ungenauigkeit des Verfahrens, welches wir oben zur Bestim-
mung der beiden Accommodationslinien (Nr. XVII) brauchten, leuchtet
aus dem ber die Verkleinerung der Netzhautbildchen Gesagten von
selbst ein.
	Wie die geringe Grsse der Oeffnung der Pupille diese Versuche
stren kann, ergiebt sich leicht aus der Betrachtung der mitgetheilten
Constructionen.
	Die Beschattung des Auges durch das Kartenblatt ist der Erwei-
terung der Pupille und dem Gelingen der Versuche frderlich.




Zusatz.
	a) Ich habe oben die Beobachtung mitgetheilt, dass, wenn man
durch ein feines Lchelchen entfernte Gegenstnde fixirt und dabei fr
die Nhe accommodirt, dieselben auffallend kleiner werden und zu-
gleich in der Dimension der Tiefe deutlich zurckweichen; dann aber
wieder grsser werdend hervortreten, wenn man fr die Ferne accom-
modirt.
	Die Bedingungen des Kleinerwerdens der entfernten Gegenstnde
durch die Accommodation fr die Nhe glaube ich in obiger Abhand-
lung erschpfend errtert zu haben und weiss daher in dieser Bezieh-
