	Ueber die Wirkung punktfrmiger Diaphraginen auf das Sehen.	235

Schtzung der Entfernung, keinesfalls aber innerhalb der deutlichen
Seheweite. Dies scheint mir jedoch unrichtig zu sein, indem es dann
unbegreiflich wre, auf welche Art Maler auf der Leinwandflche
durch Vertheilung von Licht und Schatten plastisch hervortretende
Relieffiguren zu Stande bringen knnten u. s. w. IJebrigens hat
CRAMER einige Versuche angegeben, welche LUDWIG'S Behauptung
widerlegen, indem sie beweisen, dass auch innerhalb der deutlichen
Seheweite lichtstrkere Gegenstnde nher, lichtschwchere entfernter
zu stehen scheinen. CRAMER 1) fand nmlich, dass die Projection einer
stereometrischen Figur, welche man nach NEOKER'S Bemerkung in
doppelter Weise auffassen kann 2) sich in einer bestimmten Weise der
Vorstellung aufdringt, wenn der Theil der Figur, welcher hervor-
treten soll lichtstrker gezeichnet ist als der Theil, welcher zurck-
treten soll.
	 Meer in het oogvallend, sagt CRAMER 3), dat het meest lichtsterke
zieh als het naastbij zijnde aan ons voordoet, zien wij dit nog aan het
volgen Fig. 5, a, b (vergl. Fig. 5, Taf. 14), zij een korte glazen cilin-
der. Men kan nu bij deze figuur naar willekeur dc opening a als dc
voorste en b als de achterste beschouwen, of ook wel omgekeerd b als
dc voorste opening - waar men inziet - aanmerken, en a als dc
achterste - waardoor men wez uitziet.
	Zoodra echter dc cirkels ongelijk van lichtsterkte zijn, zoo als
bij Fig. 6 en 7 (vergl. 6 und 7, Taf. 15), dringt zieh de lichte cirkel in
onze voorstelling onwillekeurig als de voorste opening van den cilinder
aan ons op, men kan bij Fig. 6 alleen tot dc opening a in-en door dc
opening b uitzien, terwijl juist het onigekeerde met Fig. 7 plaats
heeft.
	So richtig im Ganzen CRAMER'S interessante Beobachtung ist, so
geht derselbe doch entschieden zu weit, wenn er glaubt, dass man in
Fig. 6 nur durch die Oeffnung a hinein, durch die Oeffnung b hinaus-
schauen kann. Mir gelingt es wenigstens stets, nach Willkr in Fig. 6
die Stellung des Glascylinders auch so aufzufassen, dass ich durch die
Oeffnurhg b hinein, durch die Oeffnung a hinauszuschauen meine, ob-
schon sich allerdings eine grssere Anstrengung dabei fhlbar macht,
als bei Betrachtung der Fig. 5. Diese Anstrengung rhrt offenbar da-
her, dass der lichtschwchere Cirkel als der nhere, der lichtstrkere

	1 CRAMER: Bijdrage tot de Verklaring der oogenaamde Irradiatie-Verschyn-
seien. Nederl. Lancet, 1834; 3. Serie, 3. Jaarg.
	2 Eigentlich kann man sie in 3facher Weise: 1. als ebene Zeichnung, und
dann noch in doppelter Weise als krperliche Figur auffassen.
3 A. a. 0. S. 17.
