﻿XIX.
Ueber den
Zusammenhang zwischen der Convergenz der Augen-axen und dem Accommodationszustande der Augen
(sammt Zusatz .
[Wiener akadem. Sitzungsberichte 1834 u. 1833 {Physiologische Studien'.]
(Hierzu Fig. 6, 7 u. 8 auf Taf. 12; Fig. 9 u. 10 auf Taf. 13 und Fig. 3 u. 4 auf
Taf. 15;.
Die Erfahrung lehrt, dass derAccommodationszustand der Augen immer der Entfernung des Durchkreuzungspunktes der Sehaxen entspricht, so, dass eine Veränderung des Convergenzwinkels der Sehaxen auch eine Veränderung des Accommodationszustandes der Augen und umgekehrt zur Folge hat.
Selbst wenn ein Auge geschlossen ist, gilt dieses Gesetz.
Die gegenseitige Abhängigkeit der fraglichen Vorgänge von einander lässt sich mathematisch ausdrücken und in eine Formel bringen. In der Fig. 6 auf Taf. 12) sei A das linke, B das rechte Auge, c der Drehpunkt des linken, b der des rechten Auges, bc die Entfernung der beiden Drehpunkte von einander : « «' a" a" a* a** Punkte in welchen sich die Sehaxen ab und ac unter demselben Convergenzwinkels a schneiden. Diese Punkte liegen daher mit den Punkten b und c in einer Kreislinie, deren Centrum sich in C befindet.
Der Winkel « ist offenbar durch die drei Seiten der Dreiecke abc, a’bc, a"bc .... etc. bestimmt.
Aus den gegebenen drei Seiten eines dieser Dreiecke muss nun « berechnet werden. Die erhaltene Formel hat aber für alle Fälle Geltung, und ist der exacte Ausdruck des oben aufgestellten physiologischen Gesetzes. In dem Dreieck abc ist :
io*