262 Ueber den Zusammenhang zwischen der Convergenz der Augenaxen etc.

Correction- und dann ohne eine Accommodationsbe-
wegung fur die Nhe-ein.
	Hat man in dem sub b) mitgetheilten Versuche die Augenaxen
durch willkrlichen Impuls in in zum Durchschneiden gebracht, wobei
die Aecommodationspunkte der Augen bis a und b (vgl. Fig. 3, Taf. 15)
gerckt sind, und bemht sich nun vergebens die Augen fur m zu
accommodiren, so wird man finden, dass sich diese Correction augen-
blicklich ohne unser Zn thun herstellt, wenn man die beschrn-
kende Papierdtitc rasch entfernt oder ihre vordere kleine Oeffnung
betrchtlich vergrssert wird, weil die Correction nur durch die Doppel-
bilder - welche durch die feine Oeffnung der Papierdte auf eine
punktfrmige Flche beschrnkt, bedeutungslos sind- ermg-
licht und geleitet wird, indem dieselben in dem Maasse sich decken
und deutlich gesehen werden, als die richtige Combination von Augen-.
stellung und Accommodation zu Stande kommt. Dies ist nun der Um-
stand, auf welchen ich oben sub b' hingewiesen habe, ohne dessen
Vorhandensein sich keine Correction einstellen kann.
	d) Von welch bedeutendem Einfiusse die instinctive Ten-
denz deutlich und einfach zu sehen auf dieVerknpfung und
Combination eines bestimmten Aeeommodationszustandes der Augen
mit einer bestimmten Stellung der Sehaxen ist, und dass die dieser
Tendenz entsprechende instinctive Correction falscher Cotubina-
tionen von Augenstellung und Aeeommodationszustand nur durch
Zerstreuungskreise und Doppelbilder, welche die falschen Comhina-
tionen setzen, ermglicht und geleitet wird - etwa so, wie wir
durch gewisse Empfindungen geleitet werden, u n b e w u s st zweck-
mssige Bewegungen zur Erhaltung des Gleichgewichtes auszufhren
- ersieht man mit Sicherheit aus folgenden zwei Reihen von Ver-
suchen.
	Zu der einen Reihe zhlen die Versuche, in welchen wir die Augen
unter solche Verhltnisse bringen, dass die beiden leitenden Momente
der orHgirenden Thtigkeit nicht in Wirksamkeit treten knnen,
und deren gemeinsames Resultat darin besteht, dass die sonst gewohn-
ten, gesetz- und zweckmssigen Combinationen von Accommodations-
zustand und Augenstellung nicht zu Stande kommen.
	Whrend die andere Reihe Versuche enthlt, welche - da beide
leitenden Momente in voller Wirksamkeit sind- das bereinstimmende
Resultat geben, dass allerdings innerhalb gewisser Grenzen
selbst ungewohnte, und dem gewhnlichen Combinationsgesetze
wide r s p r e eh en dc Combinationen beider Funetionen, welche zum
Theil vgl. oben A2 und B2 durch willkrliche Trennung des
