Ueber den Zusammenhang zwischen der Oonvergenz der Augenaxen etc. 251

mo:momc_-rnn:bc und no :nonb_-mn:bc.
Es ist also:
	mcmn	nbmn
mo= , no=
	bc-mn	bc-mn
Da man somit alle drei Seiten der Dreiecke in 0 U und c o b kennt,
so lsst sich nach der Eingangs gegebenen Formel der Winkel a'
leicht finden. 	-
	Fur den zweiten Fall (Fig. 8), lsst sich dasselbe Verfahren an-
wenden, nur verhlt sich dann
ob : ob  bC = ob: AC mid oc: oc + cA = ob : AC.
	Ist der grsste Abstand der Doppelbilder, welchen ein Beobachter
fr einen bestimmten Aeeommodationszustand zu erzwingen im Stande
ist, der Construction oder Berechnung zu Grunde gelegt, so gibt das
gefundene Verhltniss von a' zu der Entfernung des Accommodations-
punktes die individuelle Grenze der Unabhngigkeit der Augenstellung
von dem Aeeommodationszustande der Augen.
	Ich erreiche hiermit auf einem viel einfachereh Wege eben so
viel, als DONDER5 durch seine oben mitgetheilte Methode. Ich ver-
muthe, dass man nach DONDEIt5' Methode grssere Greuzwerthe
erhalten wird, als nach der meinigen, weil die knstlichen Bedingun-
gen, unter welche DoNDEIts die Augen bringt, die gesonderte Thtig-
keit der beiden Funetiouen untersttzen, whrend bei meinem Versuche
die blosse willkrliche Anstrengung der Augenmuskeln die Tendenz
zur Correction der Augenstellung berwinden muss.
	Uebrigens bezieht sich die D0NDER5'seheMessungsmethode eigent-
lich auf die weiter unten unter B 1 und 2 beschriebenen Flle der
Trennung des behandelten funetionellen Zusammenhanges. -
	Es wird nicht Jedermann sogleich gelingen, den Durehkreuzungs-
punkt der Sehaxen hinter den Gegenstand fallen zu lassen, fr dessen
Entfernung der Refraetionszustaud der Augen eingerichtet ist. Nur
durch anhaltende und anstrengende Uebungen erlangt mau die Fertig-
keit durch den Gegenstand gleichsam hindurehzusehen - ohne zu-
gleich den Aeeommodationszustand zu ndern. Am leichtesten er-
reicht man den Zweck, wenn man ein Auge abwechselnd schliesst
und ffnet, denn beim Oeffnen des geschlossenen Auges erscheint,
wie schon vor VOLKMANN's Angaben bekannt war, der fixirte Gegen-
stand im Doppelbilde; und zwar sieht das eben geffnete Auge den
Gegenstand auf der entgegengesetzten Seite des Bildes, welches das
andere offene Auge erzeugt, und zugleich etwas tiefer. Whrend des
Schliessens und Oeffnens hat also das Auge seine Stellung in vertiealer
und horizontaler Richtung verndert. Die Verschiebung in vertiealer
