﻿280 Ueber die unempfindliche Stelle der Itetimi im menselilielion Auge.
ten neueren Forschern am vollständigsten behandelt hat, noch darauf hingewiesen, dass das bei A (dem Punkte des Sehfeldes, in welchem die Eintrittsstelle « des Sehnerven und die ihr in dem anderen Auge entsprechende identische Stelle a localisirt sind) Sichtbare ein Mise h-ling sei, zu dessen Entstehung nicht nur der Erregungszustand von r, sondern auch von a' beiträgt. Der Factor r füllt die Lücke nur durch einen Aet der Vorstellung — ein Phantasma, während sie der Factor a durch eine Thätigkeit des unmittelbaren Empfindens erfüllt. Empfindung und Einbildungskraft concurrircn also beim Ausfällen jener Lücke.
Man kann hiernach die in den beiden Lücken des Sehfeldes auftretenden (Mischlings-) Empfindungen mit Voi.kmaxn -m-zwei Reihen ordnen.
»A. Dieselben haben vorherrschend die Qualität der durch r gesetzten Emjifindung«.
»15. Dieselben haben vorwiegend die Beschaffenheit der von «' ausgehenden Empfindung«.
Es wäre nun zu ermitteln, unter welchen Bedingungen die Erscheinungen der Reihe A, unter welchen anderen die der Reihe B ein-treten.
Ad A. Nach Volkmann’s Erfahrung gibt die Vorstellung dann den Ton an, wenn der physiologische Process in r lebhafter ist als in a'.
Ad 15. Die Empfindung bildet den vorherrschenden Factor in allen Fällen, wo r und «' den gleichen Vortheil des Lichteinflusses gemessen, d. h. wo beide Augen zuin Sclien benützt werden.
Es sei zu erwarten, meint Voi.kmann, dass überall, wo Vorstellung und Empfindung als Folgen eines gleich intensiven physiologischen Processes auftreten. die Empfindung die stärkere sei.
Diese Erwartung bestätigt sich jedoch nicht durchgchends. Voi,k-mann selbst führt einen Versuch an, der das ganz unerwartete Resultat gibt, dass die lebhafte Vorstellung nicht immer über die matte Empfindung siegt, und ich werde weiter unten einen Versuch angeben, wo hingegen die schwache Vorstellung sogar die starke Empfindung verdrängt.
Wenn man eine schwarze Scheibe auf weissem Grunde bei einer solchen Stellung der Augen betrachtet, dass ihr Bild auf <i und auf a fällt, so nimmt man die schwarze Scheibe mit aller Deutlichkeit wahr. In diesem Falle fällt das weisse Licht des Grundes auf r und das Schwarz der Scheibe auf a’. Warum, frägt Volkmann, siegt nun nicht der Eindruck von r über den von welches sich im Minimum seiner