﻿284 Uebcr die unempfindliche Stelle der Retina im menschlichen Auge.
der Richtung des elektrischen Stromes, als helle oder dunkle Scheibe erscheint.
Es entsteht nun die Frage, ob diese Erfüllung des blinden Flecks mit Helligkeit oder Dunkel auf die oben mitgctheiltc Weise zu erklären ist oder nicht; ob die Erfüllung der Lücke in Folge der gereizten, empfindlichen Umgebung r der Eintrittsstelle des Sehnerven durch ein Phantasma vermittelt wird, oder ob vielleicht der blinde Fleck nur für das Lieht unempfindlich, gegenüber dem elektrischen Reize aber gar nicht blind ist; a priori lässt sieli diese Möglichkeit gar nicht bestreiten, liier könnte folgendes Experiment entscheiden. Es müsste ein Individuum zunächst eine genaue Projection seines blinden Fleckes auf eine Tafel entwerfen, in der Art wie es Fick und Du Bois gethan, und dann vor dieser Tafel bei offenem Auge die galvanische Lichtfigur hervorrufen. Würde cs sich herausstellcn, dass sich die galvanische Figur der Eintrittsstelle und die Projection des blinden Fleckes genau decken, so dürfte man schlicsscn, dass die empfindliche Umgebung r der Eintrittsstelle aus dem »Spiele geblieben ist, und der blinde Fleck zur Lichtempfindung durch den elektrischen Strom angeregt wurde. Würde die galvanische Figur grösser erscheinen, als die Projection des blinden Fleckes, dann kann man sicher sein, dass die empfindliche Umgebung r der Eintrittsstelle gewiss mit im Spiele ist, ob allein ? ob zugleich mit einer vermutheten Lichtempfindung in der blinden »Stelle? bliebe problematisch.
Ebenfalls ungewiss bliebe die Entscheidung, wenn die galvanische Figur kleiner als die Projection ausfielc, obschon es dann allerdings wahrscheinlicher wäre, dass die Lichtempfindung im Centrum der blinden Stelle durch den Strom direct erregt worden sei.
Ich war verhindert durch eine vorübergehende krankhafte Reizbarkeit meiner Augen, den angegebenen Versuch selbst anzustellen und muss daher für jetzt darauf verzichten, diesen Punkt zu erledigen.
Vielleicht verfolgen Andere den von mir betretenen Weg.
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Zusatz.
a) Die subjectiveu Erscheinungen , welche vorzüglich bei starker Drehung der Augen nach der rechten oder der linken Seite in der Gegend der Eintrittsstelle des Sehnerven wahrgenommen werden, sind je nach der Richtung und der Art, in welcher das Auge gedreht wird, hinsichtlich der Grösse, der Gestalt, der Qualität und Intensität merklich verschieden, indem die Ausdehnung und Beschaffenheit der Reizung, der die Ncrvcn-Elcmente der Retina und des Opticus dabei ausgesetzt werden, wesentlich von der Spannung und Zerrung des