﻿Ucbor die unempfindliche Stelle der Retina im menschlichen Aase. 287
der »galvanischen Lichtfigur« auf dem von mir bezeichnctcn Wege fortzuführen, sondern, dass er es vorgezogen hat, die schon von Fvkkyxk viel klarer und erschöpfender beschriebenen Erscheinungen, in unvollkommener Weise zu reproducircn '), ohne auch nur Pukkynk's Beobachtungen zu citiren ! Ruhte spricht fast nur von den farbigen Erdichtungen an der Macula lutea. Das Verhalten der Eintrittsstelle des Sehnerven berührt er nur ganz oberflächlich ; ja nach den grell und prächtig, aber unwahr illuminirten Abbildungen Taf. VIII, Fig. X und XI zu urthcilen. ist ihm der schon von Purkyne ausdrücklich hervorgehobene Gegensatz zwischen Axcnpunkt der Retina und Eintrittsstelle des Sehnerven ganz entgangen !
Unbegründet und willkürlich erscheint es mir überdies, wenn Ruhte, a. a. O. S. G2, sagt: »Die gelbrothc Farbe in der Peripherie der Retina bei der Anwendung der + Elcktrieitüt, ist das Resultat der directen Thiitigkeit der Retina ( ? ), in welche sie durch die unmittelbare Einwirkung der Elcktrieitüt versetzt wird, während die blaue Farbe in der Mitte die Folge des Ilervortretcns der Complcmcn-tärfarbc an der Stelle ist, die sicli in relativer Ruhe befindet (?). Die Farben bei der Application der — Elcktrieitüt auf das Auge sind ganz dieselben, wie bei der nur ist die Vertheilung eine andere, indem liier das Centrum erleuchtet (?) ist, während in der Peripherie die blaue Complcmentärfarbc subjectiv (?) hervortritt.«
Ruhte gibt nicht an, welche Gründe ihn zu der Annahme berechtigen, dass eine der Farben, und dass gerade das Blau eine Contrast far be sei. Das Gegentheil liesse sich eben so gut — behaupten ! —
' Ich glaube bezweifeln zu müssen, dass Herrn Ruhte die erste Abthcilmig meiner »Physiologischen Studien« erst nach der Vollendung seines Werkes zuge-kounnen ist, doch wage ich nicht, dies mit Bestimmtheit auszuspreelien.