﻿XXIII.
Eine alte Beobachtung über die Function der Schwingkölbchen der Zweiflügler.
[»l.utus•< ixö'i. Novemberhefl.]
Bukmkiktku sagt in seinem »Handbuch der Entomologie« (Berlin IS'->2. Band I S. '><>(.)): »Was die Function der Schwingkolben beim Fluge betrifft, so hat schon ScimDvmi (Beobachtungen über den Flug und das Gesumme einiger zwei Hügligen Insekten. Wiedemann’s Arch. 2. Band, 2. lieft S. 212 bewiesen, dass sie bei der Ausführung des Fluges wesentlich mitwirken«. Beim Durchblättern von Martin Frohen ms Liodiokmüixkk’s : Mikroskopischer Gemiiths- und Augen-Ergötzung (Nürnberg 17(>3 fand ich jedoch vor Kurzem, dass die Priorität dieser Beobachtung dem Kupferstecher Adam Wolfgang Winthk-schmidt in Nürnberg, dem Verleger des Licduumüdler’sehen Werkes, gebührt.
In dem »Register der Kupfertafcln zur Nachlese« in dem Lkdiou-MÜDDKu’schen Werk findet sich folgende Stelle:
»Taf. Xldl. Die ganze Fliege von der Seite der Brust und des Bauches, nebst den sogenannten Schallhämmcrlein, wovon bei der Erklärung etwas besonderes zu lesen ist«.
Dieses Besondere ist nun ein Brief Wintkksciimidt’s, in welchem er Herrn Eudkumüllhu seine Beobachtungen und Versuche über die Bedeutung der Schwingkolben für das Fliegen der Zweiflügler mittheilt. Die betreffende Stelle aus Winticrschmidt’s Briefe lautet wie folgt :
»Das aller merkwürdigste aber von diesen zwei Theilchen den Schwingkolben), welche ich jezo Luftbläschen nennen will, ist, dass sie die Fliegen in der Luft erhalten. Diese Beobachtung verdient nachgemacht zu werden, welches gar leicht ohne Vcrgrösscrungsglas, vermittelst eines guten Auges, geschehen kann. Wenn man einer Fliege