﻿Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
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Tabelle IV.
N a m o der Schwangeren	Zum wievielten- mal schwanger?	Abstand der Zirkclspitzcn		Abstand der Lapispunkto	
		vor	nach	vor	|	nach	
		der Entbindung		der Entbindung	
Element . .	l.	21 W. L.	1(5 W. L.	21 W. L.	15 W. L.
Dokonal . .	2.	18 -	14* -	18 -	13	-
Skalda . . .	2.	32	-	1 25* -	32	-	24	-
Loimnie . .	l.	•m -	2.5	-	29-1 -	25
Nowak . . .	l.	32* -	27	-	32-i	__	25
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b) Bestimmungen an künstlich ausgedehnten llautstttckcn.
Ehe ich diese in der Tabelle V ztisammengestellten Messungen mittheile, muss ich noch Einiges über das dabei befolgte Verfahren bemerken. Zuerst wurde die Feinheit des Uaumsinnes der gewählten Mautstelle mit möglichster Genauigkeit vermittelst des Zirkels bestimmt und notirt; sodann bczcichnctc ich zwei beliebige, der Bequemlichkeit wegen gewöhnlich die beiden von den Zirkelspitzen berührten llautpunktc mit Tusche oder Tinte.
Nun wurde die Dehnung des Hautstückes vorgenommen, indem zwei Gehilfen die Haut vermittelst der fest aufgedrückten Finger ihrer Einen 1 land nach entgegengesetzten Richtungen anzogen und längere Zeit in gleicher Spannung erhielten. ') Um sicher zu sein, dass während der Messung der Spannungsgrad der Haut gewiss derselbe bleibe, liess ich einen der Gehilfen mit seiner unbeschäftigten Hand einen entsprechend weit geöffneten Zirkel genau schwebend über den Mittelpunkten der beiden Tuschpunkte halten, wodurch er in den Stand gesetzt wurde mit Sicherheit anzugeben, ob sich der Abstand der Tuschpunkte von einander verändere oder nicht, und einen etwaigen Fehler sogleich durch stärkeres Anziehen oder Nachlassen zu corrigircn.
Waren diese Vorbereitungen getroffen, so mass ich den nunmehrigen Abstand der Tuschpunkte und bestimmte endlich die Feinheit des Kaumsinnes der ausgedehnten Haut. Das Weitere versteht sich von selbst.
Noch muss ich erwähnen, dass ich bei diesen Messungen von mehreren meiner Zuhörer und zwar den Herren stud. mcd. Maier, Nemecek und Konx freundlich unterstützt worden bin.
1 Bei dem angewendeten Verfahren die Haut künstlich auszudehnen, erfährt dieselbe eigentlich nur eine lineare Ausdehnung in der Richtung des Zuges, während in der darauf senkrechten Richtung eine Zusannnensehrumpfung stattfindet. Die Bauchhaut der Schwangeren wird hingegen in jeder Richtung ihrer Fläche, also quadratisch ausgedehnt.