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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
mais punktförmig, sondern stets trichterförmig ist und sich auf diese Art gewissermaassen mit einem »Zerstreuungskreise« umgibt und da ferner die Peripherie dieses Zerstreuungskreises nie so scharf markirt ist, dass von ihr aus die Entfernung zweier solcher Zerstreuungskreise gemessen werden könnte, so darf man wohl die vorstehende auf Wkbeb’s Hypothese gebaute Erklärung als gegründet und ausreichend anselien.
Die (1 Wisse des Zerstreuungskreises, welcher um den Beriilmings-mittelpunkt herum entstellt, muss mit der Stärke des Druckes bei der Berührung und mit dem Spannungsgrad der Haut und deren Unterlage in Beziehung stehen und daher variabel sein. Den Druck und alles Ucbrige glcichgesetzt, dürfte es wohl wahrscheinlich sein, dass die Grösse des Zerstreuungskreiscs bei grösserer Spannung der Haut abnehmen werde und umgekehrt. Trägt man diesem Umstande in den schematischen Zeichnungen (Figur 10 bis 20) Rechnung, dann wird die Differenz zwischen den Abständen der Bcriihrungsmittelpunktc vor und nach der Dehnung oder Zusammenziehung der Haut bedeutender, als sie sich bei der Annahme, dass der Zerstreuungskreis sich gleich bleibt (vgl. die Zeichnungen), herausstellt.
Sollte sich der Zerstreuungskreis in Folge der Spannung der Haut entgegen der obigen Vermuthung vergrössern und vice versa, so würde das entgegengesetzte Resultat folgen.
Uebrigens glaube ich, dass eine erhebliche, die Messung wesentlich beeinflussende Veränderung des Durchmessers des Zerstreuungskreises doch nur in Folge sehr beträchtlicher Spannungsdifferenzen der Haut cintreten kann, und dass man bei geringen Spannungsgraden der Haut keinen erheblichen Fehler begehen werde, den Durchmesser des Zerstreuungskreises als constant anzunehmen.
Ist aber der Durchmesser des Zerstreuungskreises constant oder wird derselbe durch Spannung der Haut statt kleiner grösser, durch Erschlaffung statt grösser kleiner, und hält man Whbbr’s Hypothese und die von mir gegebene Erklärung der Messungen des Verhältnisses zwischen der Ausdehnung der Haut und dem Feinheitsgrade des Raumsinnes fest, so wird man in diesen Messungen das erste und bisher einzige Verfahren begrüssen müssen, durch welches einGrenz-wcrtli des absoluten Durchmessers der Wniircii’schen Empfindungskreise näherungsweise ausgemittelt werden könnte.
Unter den gemachten Voraussetzungen kann man in der That aus den vier in den Tabellen IV und V enthaltenen Bestimmungen mit Leichtigkeit einen Theil des unbekannten Durchmessers der Empfindungskreise berechnen und von dem unbekannten Durchmesser daher