﻿Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
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p find ungsk reise nie lit nur in Folge der Zu nalnnc der llautoberfliiche, sondern auch in Folge gewisser, für verschiedene Regionen verschieden grosser Veränderungen der unbekannten Einrichtungen der Central-organe stattfindet.
An die Möglichkeit solcher Veränderungen in den Central-organen, welche schon a priori mehr als wahrscheinlich erscheinen muss, habe ich von Anfang an gedacht und auf dieselbe zu wiederholten Malen in den vorhergehenden Mittheilungen hingewiesen, obschon ich geflissentlich keine weitere Rücksicht darauf genommen habe, um meine Betrachtungen, welche jetzt in mehrfacher Weise zu modifi-circn und zu ergänzen sind, unter den einmal gemachten Voraussetzungen consequent zu Ende bringen zu können.
Eine ähnliche Vergrösscrung der Empfind ungsk reise, welche Liciitexfels ') nach der Einwirkung narcotischer Gifte auf das Hirn Atropin, Daturin, Morphin etc. auftreten sah . muss ich auf Grund der obigen Mittheilungen für eine normale, physiologische, das Wach st hum des Gehirns begleitende Erscheinung erklären.
Die Bestätigung dieses .Satzes durch die dircct.cn Beobachtungen an den vier Knaben erst noch abzuwarten, halte ich deshalb für überflüssig, als dieselbe gar nicht ausblciben kann, da mit voller Sicherheit anzunchmen ist., dass weder sümmtlichc vier Knaben zu Riesen aus-wachscn, noch auch alle vier einen ausnahmsweise und abnorm feinen Baumsinn behalten werden.
§ 4. Beobachtungen über das Wahrnehmen gleichzeitiger, heterogener Eindrücke, welche einander so nahe gerückt sind, dass sie nicht mehr räumlich unterschieden werden.
Ich habe Reihen von Versuchen angcstellt, um zu erfahren, wie zwei gleichzeitige aber ungleiche Eindrücke gefühlt werden. wenn man sic innerhalb eines Hautbezirkes applicirt, dessen Durchmesser zu klein ist, als dass daselbst zwei gleichzeitig aufgesetzte Zirkel-spitzen deutlich unterschieden werden könnten.
Diese Versuche wurden folgendcrmaassen angestellt. Ich bestimmte zuerst vermittelst des Zirkels in verschiedenen llautrcgionen die Grösse des Bezirkes, innerhalb welches die gleichzeitigen und gleichen Eindrücke der Zirkelspitzen zu einer einzigen Empfindung ver-
1 Sitzb. (1. kais. Akademie <1. \Vi$$cn$ch. zu Wien. 1Y, S. Xis.