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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
dass sich die Lotzk-Mexssxersehe Hypothese vergebens bemüht, die Verschiedenheiten der Genauigkeit der Ortsempfindung einfach durch die grössere oder geringere Zahl der sensiblen Punkte auf einer Hautstrecke von gegebener Grösse zu erklären. Denn wenn, wie Mkissxeu sagt, an irgend einer Hautstelle »die Erregung von a Punkten erforderlich ist, um einen als physiologische Einheit functionirenden Irradiationskreis zu bilden«, so kann die Folge einer Abnahme der relativen Zahl der sensiblen Punkte offenbar nur die sein, dass die Bildung eines solchen aus « Punkten bestehenden Irradiationskreises caeteris paribus nicht mehr möglich ist, indem der »blos physikalische Zerstreuungskreis«, dessen Bedeutung Meissxek ganz übersieht, nicht mehr die erforderliche Zahl von a Punkten, welche ja nun auf einer grösseren Fläche zerstreut stehen, als früher, während der Zerstreuungskreis noch immer denselben Durchmesser hat. erregen kann. Yergl. Wiener med. Wochenschrift 1355 Nr. 30, 8. 471 .
Man begreift durchaus nicht, was es unter diesen Umständen helfen soll, wenn man zwei Beize, deren Irradiationskreise zusammen eine Hautstrecke eiunelnnen. wo nur a sensible Punkte sind und deshalb nicht gesondert empfunden werden, weiter von einander rückt, denn ihre Irradiationskreise können sich offenbar niemals aus je »«« verschiedenen Punkten zusammensetzen, somit niemals als gesonderte physiologische Einheiten functioniren, es sei denn, es vergrösserte sich ihr Durchmesser in einem der relativen Menge der sensiblen Punkte entsprechenden Verhältnisse. Sieht man aber von einer im obigen Sinne erforderlichen bestimmten Anzahl »«« von sensiblen Punkten ganz ab, und betont die »Verschiedenheit« derselben, dann hat man es streng genommen schon mit »bestehenden«, »festen« Einrich-
zwischen einem blos physikalischen Zerstreuungskreise, welcher nicht weiter in Betracht kommt (•?!. und einem physiologischen Zerstreuungskreise, so wird sich ein directer Zusammenhang zwischen der Zahl der sensiblen Punkte auf einer Hautstrecke von gegebener Grösse und dem Grade der Feinheit der Gliederung der Localzeichen, oder der Zahl verschiedener Localzeichen, die dort entstehen können, ergeben. Ist die Erregung von « sensiblen Punkten erforderlich, um einen in obigem Sinne als physiologische Einheit functionirenden Irradiationskreis zu bilden, so werden die Irradiationskreise zweier Heize, welche innerhalb einer Ilautstrecke erfolgen, wo nur <i sensible Punkte sind, aus denselben sensiblen Punkten sich zusammensetzen und somit ein und dasselbe Localzeichen für beide Reize vermitteln, welche also nicht gesondert empfunden werden; sic werden erst gesondert wahrgenommen werden, wenn sie so weit von einander gerückt sind, dass ihre Irradiationskreise sich jeder aus a verschiedenen Punkten zusammensetzt, oder vielleicht wenigstens einen Theil der sic bildenden sensiblen Punkte verschieden haben«.