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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
ziehung steht zu den fixen, correspondirenden, geometrischen Verhältnissen der centralen und der peripherischen Nervenenden.
Je weiter im Allgemeinen die Verästelungsgebiete zweier Fibrillen aus einander liegen, desto differenter sind die ihnen eigenthümlichen Localzeichen, während Fibrillen, deren Verästelungsgebiete hart an einander stossen oder gar in einander übergreifen, fast gleiche oder nur sehr wenig differente Localzeichen vermitteln. Doch hängt der Unterschied der Localzeichen verschiedener Fibrillen nicht etwa lediglich von dem Verhältnisse ihrer peripherischen Verästelungsgebiete ab, sondern auch und zwar wesentlich von gewissen bisher noch unbekannten Anordnungen in den Centralorganen. Jede einzelne jener Primitivfibrillen, welche sich innerhalb eines Empfindungskreises verästeln, gibt zwar der durch sie vermittelten Empfindung ein ihr eigenes Localzeichen mit, allein dieses unterscheidet sich so wenig von den Localzeichen jeder anderen zu demselben Empfindungskreise gehörigen Fibrille, dass die in Folge eines oder mehrerer innerhalb der Grenzen eines Empfindungskreises applieirten Reize erregten Empfindungen unaufhaltsam in eine räumlich einheitliche Wahrnehmung zusammenfliessen müssen. Jeder Empfindungskreis repräsentirt daher im Sensorium eine zusammengesetzte R a u m e i n h e i t — ein Ra um eie ment höherer Ordnung. Das, was ich die den einzelnen Fibrillen eigenthümlichen Localzeichen genannt habe, entspricht gewissermaassen dem WEijER’schen Begriff eines Empfindungskreises ; während Das, was ich unter »Empfindungskreis« verstehe, insofern mit Meissner's »physiologischen Zerstreuungs- oder Irradiationskreis« zusammenfällt, als beide in unserer Vorstellung eine. Rau mein h eit repräsentiren. darin aber wesentlich sieh unterscheidet, dass jeder meiner Empfindungskreise einen fixen Complex von sensiblen Punkten, welche in unbestimmter beliebiger Anzahl erregt, immer ein gewisses Raumelement repräsentiren, umfasst, während die Erregung einer »bestimmten Zahl sensitiver Punkte« einen Meissner’sehen Irradiationskreis »so fern er für die Seele das Localzeichen abgeben soll, erst bilden muss«.
Was die Anordnung der Empfindungskreise in der Haut betrifft, so muss man sich dieselbe erfahrungsgemäss unter dem Bilde von unendlich vielen Kreisen oder Ellipsen denken, welche bestimmte Durchmesser haben und sich interferiren, d. h. sich zum Theile (und zwar zum grössten decken vergl. Taf. IS. Fig. 23 , denn versucht man die Empfindungskreise vermittelst des Zirkels in bekannter Weise zu bestimmen und mit Tusche graphisch auf der Haut darzustellen , so findet man leicht, dass die Mittelpunkte derselben die