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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
Scheibe, nahe am Kunde derselben wurden in gleichen Abständen 12 kleine Stäbchen befestigt, von denen das erste mit der Richtung des ihm entsprechenden Radius der Scheibe zusammenfiel. während .jedes der übrigen Stäbchen eine solche Stellung zu dem betreffenden Radius einnahm, als ob es immer um '/,eines Kreises um seinen im Radius liegenden Halbirungs- oder Mittelpunkt in diesem oder jenem Sinne weiter gedreht worden wäre, als sein unmittelbarer Vorgänger (vergl. Taf. 16, Fig. 27, B, B, B ... B . In der Nähe des Randes dieser die Tastobjecte tragenden Scheibe war eine grosse, in verticaler Richtung bewegliche Klemme (Taf. 16, Fig. 2$, a b c <1 angebracht, durch welche die flache Hand ganz hindurch geschoben und in einer solchen Lage eingespannt werden konnte, dass sie über den Tastobjecten schwebte und, je nachdem sich der Vorderarm hob oder senkte, die oben erwähnten Stäbchen berührte oder nicht. Diesen Hebelbewegungen des Vorderarmes folgt natürlich jene Klemme, in der die Handwurzel' eingespaimt ist. Nun verbindet aber die Klemme und die verticale Axe der Tastscheibe ein einfacher Mechanismus (s. die Erklärung der Fig. 27—28 in der Art, dass bei jeder Hebung des Armes die Tastscheibe genau um 1 j2 eines Kreises in bestimmter Richtung weiter gedreht wird, während dieselbe bei jeder Senkung des Armes ruhig stehen bleibt. Es ist nun leicht einzusehen, dass, wenn alles so gestellt ist, dass die flache Hand gerade eines der Stäbchen berührt, nach 12 Hebungen und Senkungen des Armes sämmt-liclie Stäbchen der Reihe nach von der tastenden Hand berührt worden sein müssen und endlich dieselben Verhältnisse, welche vor aller Bewegung bestanden haben, sich wieder hersteilen. Auf der tastenden Handfläche aber haben sich hierbei in mehr oder weniger rascher Aufeinanderfolge die Stäbchen in ihrer relativen Lage und Stellung gleichsam abgebildet, und der Beobachter, welcher immer ein und dasselbe Stäbchen betastet zu haben glaubt, ist der Meinung, dass sich ihm dieses Stäbchen unter der Hand in bestimmter Richtung um seinen Halbirungs- oder Mittelpunkt ein Malherum-g e d r e h t h a b e, indem er die wahrgenommenen Stellungen der Stäbchen als Phasen einer Kreisbewegung an einander reiht und auf ein und dasselbe Object bezieht.
Es versteht sich von selbst, dass man mit dem beschriebenen Apparate die verschiedenartigsten Pendel-, Kreis- etc. Bewegungen zur Darstellung bringen könnte. Das gewählte Beispiel reicht jedoch in wissenschaftlicher Beziehung vollkommen hin.
Ich habe mit meinem Apparate, welcher sich gegenwärtig im Besitze des physiologischen Institutes befindet, in der hiesigen Blinden-