﻿Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
300
grossem Interesse sein wird, sollten unterworfen werden. Folgende Zusammenstellung enthält die nüthigen Angalten und Überdies das Buchstabenzeiclien der Colunme auf der Tabelle I und der Vcrliiiltniss-zalil auf der Tabellen, welche sich auf den betreffenden Knaben bezieht:
ln der Tabelle bezeichnet mit	Name des Knaben.	Alter.	Grösse.	Name und Charakter des Vaters.
H.	Hubert	i 1 Jahr 9 Monat	50 Z. W.	Herr Raphael Wessely, Gutsbesiter in Böhmen.
F.	Friedrich	12 Jahre	51 Z. W.	Herr Karl B. Presl, l’rof. der Naturgeschichte an der Universität in Prag.
E.	Eugen	11 Jahre	51 Z. OL.	Herr Wilhelm Lippich, y Prof, der medicioisclicii Klinik au der Universität zu Wien.
B.	Bobuslav	12 Jahre	55 Z. W.	Herr Vinzenz Jiruseli, l)r. Medic, und praktischer Arzt in Prag.
E. II. Wkukk’s bekannte Methode, vermittelst eines Zirkels die Feinheit des Kaumsinnes zu messen, welche ich ausschliesslich auge-wendet habe, ist viel bequemer und genauer, als desselben Physiologen zweite Methode1), welche darin besteht, »dass man einen Menschen den Ort anzeigen lässt, wo man seine Haut berührt oder soeben berührt hat«. Um Zufälligkeiten, welche das Kcsultat der Messung mitbedingen, möglichst zu climinircn, ist man gezwungen, aus vielen Beobachtungen, die an demselben Individuum angcstcllt werden müssen, das Mittel zu ziehen. Einen dem Zufall unterworfenen, die Messung mag dieselbe nach welcher Methode immer vorgenommen werden wesentlich beeinflussenden Umstand, welcher namentlich dann seine schädliche Wirkung äussert, wenn die gefundenen Abstände der Zirkel-spitzen zur Berechnung der Verhältnisszahl zweier bezüglich des Feinheitsgrades des Baumsinnes zu vergleichenden llautstückc dienen sollen, will ich näher erörtern, da derselbe meines Wissens noch nirgends hervorgehoben worden ist.
1 E. II. Weber: lieber den Raumsinn. S. 80—oo, in den Verhandlungen d. k. sächs. Gesellschaft d. Wissensch. in Leipzig. Matli.-phys. Classe 1852.