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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
Mir liegen zwar noch mehr Beobachtungen, welche ich zum Theil der (liite des Herrn Dr. Sulik verdanke, vor, als ich in dieser Tabelle zusammcngestcllt habe, allein ich spreche die folgenden allgemeinen Sätze docii mit einer gewissen Zurückhaltung aus, da ich nicht verkenne, dass es mehr als Idos wünschcnswerth wäre, die Zahl der Beobachtungen noch beträchtlich zu vermehren, um das Gesctzmässige von dem Zufälligen, das Allgemeine von dem Individuellen zu trennen und rein darzustellen. Mögen meine Collegen dies Gcständniss als eine directe Aulforderung zur Mitarbeiterschaft betrachten !
Die reinsten, maassgebendsten llesultatc wird man jedoch, wie ich schon oben angedeutet habe, erst dann erhalten, wenn man Beobachtungsreihen wird vergleichen können, welche an einem und demselben Individuum im Kindes- und im Mannesalter gemacht worden sind. Mit den vier Knaben, welche in der obigen Tabelle angeführt sind, beabsichtige ich seiner Zeit das Material zu einer solchen Vergleichung zu liefern.
Aus meiner Zusammenstellung geht v o r 1 ä u f i g folgendes hervor :
1.	Der Raumsinn ist in der Haut der Knaben feiner als in der Haut des Erwachsenen, denn die Abstände der Zirkelspitzen sind mit zwei Ausnahmen sämmtlich kleiner für die ersteren, als für den letzteren.
In der Columne II finden wir nämlich an dem hinteren Theile der Ferse ( )') den Abstand der Zirkelspitzcn = 10 Linien, ferner in der Columne B an der Kniescheibe und Umgegend \D') den Abstand der Zirkelspitzen =1(3 Linien, wie in der Columne IV. Zur Erklärung dieser beiden Ausnahmen und anderer Unregelmässigkeiten könnte man anführen, dass der Baumsinn an den fraglichen Hautstellen schon urspiinglich für eine geringere Entwickelung der Feinheit angelegt worden sei und dass überdies die Haut jener Regionen rascher als an anderen Orten sich ausgedehnt habe, so dass sic schon im Knaben nahezu jene quadratische Ausdehnung erreicht hätte, welche sie im Erwachsenen zu erreichen bestimmt war. Was den Fall in der Columne B betrifft, so ist übrigens zu bemerken, (lass auf der Kniescheibe selbst der Abstand der Zirkelspitzcn weniger als 1(3 Linien betrug und dass nur die Umgebung derselben diesen Abstand forderte.
2.	Die Abstände der Zirkelspitzen nehmen im Allgemeinen in sämmtlich en ô Column en van oben nach unten an Grösse zu, für die Knaben jedoch weniger stetig und gleichmässig als für den Erwachsenen.
3.	Die Differenzen zwischen den Abständen der Zirkelspitzen bei den Knaben und bei dem Erwach-