﻿Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
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lier mitgetlieilt habe, sind Gedanken und Folgerungen, die sich mit Nothwcndigkeit aus Weber’s Lehre über den liaumsinn der Haut ergeben und früher oder später ausgesprochen werden mussten. Ich habe sic ausgesprochen, ohne damit für Weber’s Lehre ganz und gar einstehen zu wollen, denn in den Grundztigcn halte ich Weber’s Lehre wohl für vollkommen richtig und begründet, nicht aber in der spccicllen Ausführung, welche mir im Gcgentheil ungenügend und einer Verbesserung sehr bedürftig erscheint.
Ich schliessc diesen Paragraph mit einem Ergehniss, welches für die Lehre vom Kaumsinn überhaupt und für die vergleichenden Beobachtungen über die Feinheit des Kauinsinncs der Haut bei Kindern und bei Erwachsenen insbesondere von Wichtigkeit ist.
Nach den Messungen, welche im § 1 mitgetlieilt sind, muss man schliessen, dass Kinder einen nicht unbeträchtlich feineren Kaumsinn in der Haut besitzen, als Erwachsene. Dieses Factum hatte ich a priori erschlossen, indem ich erwog, dass unter übrigens gleichen Umständen die Feinheit des Kaumsinnes offenbar in einem entgegengesetzten Verhältnisse zur linearen oder quadratischen Ausdehnung der Haut stehen müsse. Die Erfahrung hat die Richtigkeit dieses Schlusses bestätigt, indem sich die vermutheten Differenzen in der That herausgcstcllt haben.
Diese Differenzen sind aber an vielen Stellen grösser ausgefallen, als sie bei den gemachten Voraussetzungen ausfallen konnten. Es lässt sich nämlich die Grösse der Abnahme der Feinheit des Kaumsinnes, während des Wachsthumes und nach vollendetem Wachsthume, um so weniger nur aus der Vergrösserung der Hautoberfläche erklären, als nach dem oben aufgestellten Gesetze die Abnahme der Feinheit des Kauinsinncs, der Zunahme der Hautausdehnung nicht einmal proportional ist.
Ich habe versucht die Vergrösserung der Hautausdehnung zu berechnen, welche noting wäre, um die (Tab. I für die Knaben angegebenen Feinheitsgrade soweit abzustumpfen, dass sic mit den Feinheitsgraden des Erwachsenen stimmen.
Ich habe hierbei an vielen Stellen, selbst unter der Voraussetzung, dass die Abnahme der Feinheit des Kaumsinnes genau proportional sei der Zunahme der Hautausdehnung, solche Werthe erhalten, dass die Knaben zum Thcil in riesigen Dimensionen auswachsen müssten, um die gewöhnlichen Feinheitsgrade Erwachsener zu bekommen.
Hieraus ergibt sich nun mit Nothwcndigkeit der Satz: dass während des Wachsthums eine Vergrösserung der Em-