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Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes.
beiden Eingangs eliarakterisirten Anschauungen vermittelnde, so zu sagen eklektische Theorie des Raumsinnes der Haut überhaupt und ihr Verhältnis» zu den beiden anderen Theorien klar genug auseinandergesetzt, so dass ich, ohne Missverständnisse befürchten zu müssen, mich der Mühe überheben darf, auf weiteres Detail, welches mit Nottf-wendigkeit aus den gegebenen Prämissen fliesst, einzugehen.
Ich erlaube mir nur noch hervorzuheben, dass sich im Sinne meiner Hypothese die Resultate aller bisher bekannten Experimente so weit, als sie überhaupt erklärbar sind, auf die einfachste Weise erklären lassen, und dass meine Hypothese mit keiner der anatomischen Thatsachen, welche die neuesten mikroskopischen Untersuchungen der Tastorgane festgestellt haben, im Widerspruche steht.
Aus diesen Gründen schmeichle ich mir mit der Hoffnung, dass es meinen Bemühungen gelungen sein dürfte, die unserem gegenwärtigen Wissen allein entsprechende Theorie des Raumsinnes der Haut angebahnt zu haben, mit welcher auch Lotze, Meissner und Wehek um so eher übereinstimmen können, als sie so viel von ihren eigenen Gedanken in derselben finden werden, dass sie gerade nur das absolut Unhaltbare ihrer früheren Ansichten aufzugeben brauchen.
Es ist wohl beinahe überflüssig, ausdrücklich daran zu erinnern, dass nach der von mir entwickelten Theorie so manches des in den früheren §§ Mitgetheilten eine Modification erleiden und in anderem Eichte erscheinen müsse, allein ich time es doch, um mich nicht dem Vorwurfe auszusetzen, selbst etwa diesen Umstand übersehen zu haben.
Um nur Eins speciell anzuführen, weise ich daraufhin, dass durch die in § 3 vorgeschlagenen Messungen nicht ein Theil des Durchmessers der Weber sehen Empfindungskreise gemessen wird, sondern di a tat is mutandis eigentlich ein Theil des Halbmessers des »blos physikalischen Zerstreuungskreises«, wobei es offenbar keinen Fehler, wohl aber eine verschiedene Annäherung an die Wirklichkeit verursachen würde, wenn die Grösse dieses Halbmessers caeteris paribus von den Spannungs- und Erschlaffungszuständen der Haut geändert wird oder nicht.
§ 6. Ueber das »Verkehrtfühlen«.
Bei der Erörterung des bekannten Versuches, wo'man mit gekreuzten Fingern zwei Kügelchen statt Eines zu fühlen glaubt, hat man. so weit mir bekannt ist. immer nur diese Täuschung des Doppeltfuhlens eines in der That nur einfachen Tastobjectes hervorgehoben,