﻿Beitrüge zur Physiologie des Tastsinnes.
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Fig. K* his inclus. 22 sind schematische Zeichnungen Weber’scher Empfindungskreise. welche erklären sollen, warum die Veränderung des Feinheitsgrades einer Hautstelle durch Dehnung (oder Schrumpfung , dieser Dehnung oder Schrumpfung) nicht genau proportional sein kann.
Fig. 23 gibt näherungsweise ein Bild von der Anordnung der von mir sogenannten "Empfindungskreise" in der Haut. Die wahre Anordnung derselben kann durch Zeichnung niemals vollständig wiedergegeben werden, da die Mittelpunkte der Empfindungskreise stetig die Hautfläche erfüllen.
Fig. 24 zeigt die mit einander correspondirenden Punkte der Ober-(0 und der Unter- (t/j lippe bei natürlicher ungezwungener Schliessung des Mundes. Die stärkere Linie bei o, o deutet die Medianlinie an.
Fig. 25 zeigt die Lagerung der correspondirenden Punkte der Lippen, wenn die Oberlippe nach rechts, die Unterlippe nach links verschoben ist. Bei dieser Dislocation geht der o Punkt der Oberlippe senkrecht über Punkt 2 der Unterlippe, 10 über ‘■IV, PO über l'l u. s. w. Zwei Eindrücke, von denen der eine zwischen «PO, der andere zwischen olU auftrifft, werden »verkehrt« gefühlt u. s. w.
Fig. 2ü ist das »Stereophoroskop«.
Fig. 27 und 2% stellt das »Phorolyt für den Tastsinn» vor. Fig. 27 gibt die Ansicht von oben, Fig. 28 die von der Seite. Um die im Texte gegebene Beschreibung des Instrumentes zu vollenden, habe ich nur noch des Mechanismus mit einigen Worten zu gedenken, welcher die Klemme [abvd, mit der um A drehbaren Tastscheibe in der Weise verbindet, dass bei jeder genügenden Hebung derselben die Tastscheibe um 1 jä eines Kreises, in der Richtung der Pfeile weiter geht. An der Axe i.f ist ein kleines mit 12 Zähnen versehenes, horizontales Rädchen ir; angebracht; dieses greift in die archimedische Schraube {:) ein, deren Axe durch die Klötzchen m und « fixirt ist und das Rädchen (o) trägt, das durch die an der Klemme befestigte Zahnstange t. in Bewegung gesetzt wird. Die Verhältnisse der einzelnen Theile dieses Mechanismus sind nun so getroffen, dass, wenn man die Klemme so hoch als möglich gehoben hat, — welche Bewegung durch die Stäbe F und F' gesichert und geleitet wird — die Zahnstange l, das Rädchen o und damit die Schraube s so oft umdreht, als erforderlich ist, um das Rädchen r um Einen Zahn und damit die Tastscheibe um '/]•> eines Kreises in der Richtung der Pfeile weiter zu schieben. Bei Senkung der Klemme — (wobei durch die Zahnstange nur der die Zähne tragende Rand des Rädchens (o) in Bewegung gesetzt wird, während der centrale Theil desselben nebst der Axe der archimedischen Schraube und somit die ganzen Tastscheiben ruhig stehen bleiben. — trifft die tastende Hand jedesmal ein anderes und zwar das links vorhergehende Stäb-cliçn. Wird der Mechanismus stetig in Bewegung gesetzt, so bieten sich die Stäbchen der tastenden Hand in der Reihenfolge (1 . .. . 12; dar und es entsteht für den Beobachter die Täuschung, als ob sich das stäbchenförmige Tastobject in der Richtung der kleinen Pfeile (bei II1) um seinen Halbirungspuukt herumdrehte.
Czermak, Schriften.
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