﻿Ucber das sogenannte Problem des Aufreehtschens.
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können, jedes räumliche Bild, welches in den äusseren Sinnen ist, in eine Summe »intensiver Erregungszustände der Seele« übergehen muss, »die weder relative Lagen Verhältnisse unter einander mehr haben, noch zusammengenommen eine Lage gegen aussen«; dann kann man freilich auch von einer Umkehrung des Netzhautbildes, buchstäblich genommen, wie vorhin sub 1, nicht mehr sprechen, obschon diesen Worten nichts destoweniger ein gewisser Sinn bleibt, denn cs gilt auch hier die Frage: Welche Beziehung existirt zwischen der objectivcn Räumlichkeit der Retinafläche und der wahrgenommenen Räumlichkeit des Sehfeldes, oder anders ausgedrückt,• welche Position nimmt das gesehene Bild zu dem obj ectiven Bild oder Reiz auf der Netzhaut ein ?
Diese Frage darf gestellt werden, weil wir unsere Vor st el-1 u n g von der wirklichen Lage der gereizten Netzhautpunkte, über welche uns sowohl das Tast- und Muskelgefühl, als gewisse physikalische Betrachtungen sicheren Aufschluss geben, mit der Localisirung der durch dieselben vermittelten Lichtempfindungen vergleichen können; und sie muss gestellt werden, weil wir zwischen zwei an sich möglichen Beantwortungen zu entscheiden haben.
Es kann nämlich jede Erregung eines diesseits der Sehaxe gelegenen Netzhautpunktes einen Einfluss auf die Seele ausüben, vermöge dessen das durch sie erlangte Bild sich mit einem Raumpunkte associirt. der im Raumbilde entweder jenseits oder ebenfalls diesseits der Sehaxe, deren Richtung uns immer genau bekannt ist, liegt.
Die Gelegenheit zur exacten Ermittelung dieser so zu sagen topologischen Beziehungen findet sich in jenem, oben citirten bekannten Versuche, wo die unmittelbare Vergleichung der Localisation eines Druck- und eines Lichtbildes, welche durch einen und denselben Eindruck an Orten des Tastorganes und der Retina, die, gegenseitig sich deckend, beide auf derselben Seite der Sehaxe liegen, erregt werden, und ferner in dem folgenden ebenfalls bekannten Versuche.
Man steche mit einer Nadel ein feines Löchelchen in ein Kartcn-blatt und halte dasselbe gegen einen hellen Hintergrund in solcher Entfernung vom Auge. dass es diesseits des Accommodationspunktes zu stellen kommt, so fällt die Vereinigungsweite der durch das Löchelchen hindurchtretenden Strahlen hinter die Netzhaut, auf die Netzhaut aber ein Zerstreuungskreis. Vgl. Taf. 19. Fig. 2 ;. Schiebt man nun ein zweites Kartenblatt ganz nahe am Auge von einer beliebigen Seite gegen die Mitte der Pupille vor, so wird der Zerstreuungskreis auf der Retina von derselben Seite her verdunkelt vgl.