﻿lieber das sogenannte Problem des Aufreelitsehens.
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Kurz also : die umgekehrte Lage des Netzhautbildes würde unter diesen Umstand en, trotz ihrer sonstigen Noth wendigkeit, in der That ein Hinderniss sein, für das Aufrechtsehen, d. h. für die Harmonie unserer räumlichen Weltauffassung, wenn die erregten Netzhaut punkte nicht zugleich die Fähigkeit besässen, die umgekehrte Localisation der durch sie vermittelten Bilder zu erzwingen.
Dass und in w eiche m Sinne wir daher auch bei den hier gemachten Voraussetzungen über das Wesen der Seele, von der Notlnvendigkeit einer abermaligen Umkehrung des Netzhautbildes sprechen können, leuchtet wohl von selbst ein !
Was endlich das »Mechanische« behufs der Herstellung und Erklärung der factischen und als noth wendig erkannten Beziehungen zwischen Gesichtssinn, Tust- und Muskelgefühl betrifft, so werden wir, wenn wir mit Lotzk festhalten, dass »jede dieser Beziehungen nur durch eine bestimmt geordnete Verflechtung und Wechselwirkung einer sensiblen Netzhautfaser mit motorischen Nervenfäden hervorgebracht werden kann«, auch annehmen müssen, dass die unteren Funkte der Retina durch ihre Nervenfasern so mit jenen motorischen Elementen verbunden sind, dass sie im Raumbilde des Muskelgefühls oben, die oberen so, dass sie unten etc. . . . erscheinen, während bezüglich der Nervenfasern des Tastorgans, entsprechend unserer oben ausgesprochenen allgemeinen Forderung, nothwendig das Entgegengesetzte gelten wird. — Hiermit ist unsere Aufgabe gelöst. —
Beiläufig will ich zuletzt noch an meine Versuche über das »Verkehrtfühlen« vgl. >S. 346) erinnern, und kann dabei die Bemerkung nicht unterdrücken, dass sich auf Grund dieser Versuche finden von Lotze verketzerten Gedanken an eine Drehung der Fasern um 180° im Verlaufe des Opticus auch hier ein Ausdruck finden lässt, der ihn über das Niveau einer »bodenlosen Ungereimtheit« erhebt. Denn, da die angezogenen Versuche, welche freilich immer nur an einem schon geübten Tastorgan anzustellen sind, lehren, dass durch Verschiebung oder eigentlich Verkehrung (Perversion; der Lage der sensiblen Hautpunkte auch die Objecte verkehrt wahrgenommen werden, so würden die durch die Erregung der sensiblen Hautpunkte wahrgenommenen Tastbilder umgekehrt erscheinen müssen, wie die Bilder auf der Retina, wenn, caeteris paribus, das Hautstück um 186" um seinen Mittelpunkt gedreht werden könnte oder wenn die betreffenden Nerven eine totale Kreuzung erfahren könnten, so dass die unteren sensiblen Punkte die oberen, die oberen die unteren . . . etc. würden.