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Weitere Beitrüge zur Physiologie des Tastsinnes.
Erscheint cs schon. an und für sich wiinschenswerth. alle Kegionen des Tastorgans nach dem Lichten fees'sehen Verfahren, soweit dasselbe anwendbar ist, zu prüfen, so durfte doch die "Wichtigkeit dieser Aufgabe erst in Erwägung der Deutung und Bedeutung, welche die, durch die angezogenen Messungen ermittelten Thatsachcu nach meiner Lehre von den Empfindungskreisen erhalten. recht deutlich in die Augen springen.
Im Sinne dieser Lehre stellt es sich nämlich heraus, dass die von Lichten’fei.s gemessenen Abstände den Punkten «, c und d meiner Schemen Fig. 5, G, 7 Taf. lv) — und somit auch die Differenz 32—2G = G mm der Differenz ad — ac = cd entsprechen.
Nun ist aber cd — G mm nahezu = dem Durchmesser eines Empfindungskreises: es diente also das LichtenFELs’sche Verfahren zur indirecten Messung der Empfindungskreise. In Uebereinstimmung damit wäre es denn auch, dass der gefundene Durchmesser des Empfindungskreises, nämlich G mm, in der That auch weniger als den dritten Th eil von 32 mm,	d.	i.	vom	Abstand ad, und weniger als die Hälfte vop 2G mm,	d.	i.	vom	Ab-
stand « c beträgt.
Ich darf es hier beiläufig wohl als eine sprechende Bestätigung meiner Deutung anführen, dass unter den 32 von Lichten fees a. a. O. mitgetheilten Messungen, welche zum Theil unter normalen Verhältnissen. zum Tlicil nach der Einnahme von Atropin, Daturin, Morphin, Strychnin, Alkohol u. s. w. angestellt wurden, nur zwei überdies verdächtige Fälle Vorkommen, in welchen die Grösse cd mehr als den dritten Theil von ad und mehr als die Hälfte von ac beträgt.
Aus meiner Deutung der Thatsaehcn ergibt sich ferner, dass :
2 cd +" x = ac, 12 mm -f- x = 26 mm und 3 cd -|- ./• = ad. lb mm -j- ./• == 32 mm	.
Dieses x wäre aber der doppelte Halbmesser jenes Zerstreuungskreises, welcher jeden auch noch so beschränkten Tastreiz umgibt: es diente also d as LieiiTEXFEC.s’sehe Verfahren auch zur Bestimmung der Zerstreuungskreise.
Ich habe schon oben in der 5. These daraufhingewiesen, »dass bei der Einwirkung jedes Druckes, jedes Tastreizes ein Complex von sensiblen Punkten erregt wird.« Hier ist es endlich am Orte, auf dieses wichtige A erhältniss näher — wenn auch nur andeutungsweise — einzugehen.
Schon Meissner sagt in seinen vortrefflichen Beiträgen zur Anatomie und Physiologie der Haut. Leipzig, 1S53, S. 44 : »Ein jeder Beiz, welcher die Haut an irgend einer Stelle trifft, wird nothwendig,