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lieber den schallerzeugenden Apparat von Orotalus.
[Zeitschr. f. wissensch. Zoologie etc. ISöC. Bd. till S. 294.]
(Hierzu Taf. 20).
Ais Material zur vorliegenden Untersuchung dienten mir zwei wohlerhaltene (circa 3 Wiener Fnss lange Spiritusexemplare von Cro-tahis durissus L. aus Brasilien, welche ich im k. k. Universitätsmuseum in Graz vorfand, und das Endstück einer Schwanzwirbelsäule sammt Klapper. welches mir der verstorbene Gustos Dormitzer in Prag vor mehreren Jahren überlassen hatte.
Alles, was ich in der Literatur über den Gegenstand meiner Untersuchung anffindeu konnte, reducirt sich auf ein ins Englische übersetztes Citât aus Lacepède's Hist. nat. des Serpens 1 in Todd s Cyclopaedia Part. XXXII, art. »Keptilia« by K. Jones S. 324(, auf eine sehr mangelhafte Beschreibung von C. G. Caeus Erläuterungstafeln zur vergleichenden Anatomie, Heft II, S. 11 und auf einige weder ausreichende, noch durchgehends richtige Bemerkungen von Leuckart siehe dessen Anatom.-physiolog. Uebersicht des Thierreichs, 1855, S. 429 .
Ich glaube daher nicht, dass die folgenden Mittheilungen überflüssig oder unwillkommen sein werden.2
Das seltsame Instrument, vermittelst welches die Klapperschlangen jenes eigenthümliche, ihre gefährliche Gegenwart schon von weitem verrathende Geräusch hervorbringen, ist bekanntlich ein aus meh-
1	Lacepède’s Original, sowie Vosmaer’s: »Beschrijv. van eene Surinaamsclie ratelslang«, 1768, konnte ich mir nicht verschaffen.
2	Eine kurze vorläufige Notiz über denselben Gegenstand habe ich früher in der cechischen, von Purkixe redigirten Zeitschrift »Ziva«, 1852, Jahrg. I. Kr. 1, S. 29 gegeben.