﻿Ueber den sehallerzeugenden Apparat von Orotalus.
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reren hohlen, lose iu einander gefügten Gliedern zusammengesetztes Epidermoidalgebilde, welches von der die Schwanzspitze überkleidenden Haut abgesondert und durch die Muskulatur des Schwanzes mittelbar in Vibrationen versetzt wird.
Ich werde der Reihe nach 1 die Schwanzwirbelsäule, 2 die Muskulatur derselben, 3) die Cutis. und endlich 4 die Klapper selbst betrachten, über deren Entwickelung sich aus den anatomischen Daten einige Schlüsse ergeben, die mir für Morphologen und Physiologen von gleich grossem Interesse zu sein scheinen.
1) Von der Schwanzwirbelsäule.
Die Schwanzwirbel besitzen vorn eine sphärisch concave Pfanne, hinten einen kugeligen Gelenkskopf, ferner zwei vordere nach oben gerichtete und zwei hintere nach abwärts gekehrte Gelenkfortsätze. Seitlich tragen sie ansehnliche Querfortsätze , welche ich an den fünf ersten Wirbeln jederseits doppelt, vom sechsten an, wiewohl anfangs noch mit deutlichen Spuren der Verwachsung, einfach fand.
In Bezug auf die Deutung dieser Fortsätze ist es bemerkenswerth, dass die letzte Rippe aus zwei über einander liegenden Stücken, einem längeren untern und einem kürzeren obern, wie zusammengewachsen erschien. Es ist übrigens bekannt, dass bei vielen Schlangen die letzte oder die letzten Rippen sogar gabelförmig gespalten Vorkommen.
Die oberen Bogenschenkel und Dornen sind, wie gewöhnlich . in der Richtung von vorn nach hinten etwas verbreitert.
Die sogenannten unteren Dornen, welche an den übrigen Wirbeln einfach sind, spalten sich hier allmählich in zwei platte Fortsätze ungeschlossene untere Bogenschenkel , die bis zu ihrer völligen Trennung immer weiter aus einander rücken. Schon an den letzten Brustwirbeln erkannte ich deutlich die Tendenz zu dieser Spaltung.
Die letzten Sch wanzwirbel erscheinen zu einem conischen, von beiden Seiten zusammengedrückten, in zwei abgerundete, mehr oder weniger getrennte Spitzen — eine obere und eine untere — ausgezogenen Knochenstück Fig. 1) verschmolzen, welches ich den »Endkörper der Wirbelsäule« nennen will. An diesem Endkörper, der beinahe wie eine einfache Exostose aussieht, bemerkt man doch noch so deutliche Spuren jener einzelnen Wirbel, aus deren Verschmelzung er hervorgegangen ist, dass man die Zahl derselben mit ziemlicher Sicherheit ermitteln kann. Nach Leuckart 1. c. besteht der Endkörper aus den drei letzten Schwanzwirbeln : ich zählte aber an meinen Exemplaren 7—S verwachsene Elemente. Diese Differenz, welche sehrauf-