﻿Ueber den schallerzeugeuden Apparat von Crotalus.
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3) Von der Cutis.
Die Cutis, welche die Epidermis absondert, überzieht die Muskulatur des Schwanzes und den Endkörper der Wirbelsäule. An letzterem wächst sie, wie erwähnt, unmittelbar fest, indem sie sich zugleich beträchtlich verdickt. Diesen verdickten Hautüberzug des Endkörpers müssen wir genauer betrachten, weil er die ganze Klapper trägt und die einzelnen Glieder derselben absondert. Er ist kegelförmig und seitlich zusammengedrückt, wie der von ihm eingeschlossene Knochenkern. Ihn theilen zwei tiefe ringförmige Furchen in drei quere Anschwellungen, welche, von vorn nach hinten an Grösse abnehmend, durch seitliche Längsfurchen in je zwei unsymmetrische Hälften, eine obere und eine untere, zerfallen.
Das etwas schwammige, aber docli ziemlich dichte Gewebe *) dieser Hautverdickung besteht einfach aus dünnen verfilzten Bindegewebsfasern und erscheint auf dem Durchschnitt fast rein weiss, obschon die mikroskopische Untersuchung einzelne ramificirte Pigment-zellen überall nachweist, die sich freilich erst gegen die Oberfläche hin so sehr anhäufen und mit compacten rundlichen Zellenformen untermischen, dass die äusserste Schicht der Cutis ganz dunkel gefärbt wird. Ausser den Pigmentzellen habe ich daselbst in dem Stroma der Bindegewebsfasern noch recht zahlreiche mikroskopische Nerven- und Gefässstämmchen eingebettet gefunden; elastische Elemente wurden dagegen gänzlich vermisst.
Noch bemerke ich, dass die Cutis, ehe sie sich zum Ueberzug des Endkörpers verdickt, einen tiefen Falz bildet, der von den letzten Hautschuppen überragt und bedeckt wird (s. Fig. 3, in welcher die zwei letzten Schwanzschienen in einzelne Schuppen zerfallen erscheinen, und Figg. 2 und 8 a a).
4) Von der Klapper.
Leuckart hat offenbar Recht, wenn er 1. c. sagt: »Den neugeborenen Individuen wird die Klapper ohne Zweifel fehlen. Statt der
1 Carus sagt (a. a. 0.): »Anstatt nämlich, dass an den übrigen Theilen des Rumpfes die Hornringe des Hautskelets auf gewöhnliche Weise um das mit Muskelfleisch umgebene Nervenskelet und die von ihm umschlossenen Eingeweide entstehen, findet sich um den letzten Schwanzwirbel (?) bloss eine Anhäufung einer wallrathähnlichen (?!) weisslichen Masse, und diese, in ihrer Mitte eingekerbte Substanz ist nun gleichsam der Kern, um welchen die Schale des Hautskelets dergestalt sich bildet, dass ..."