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Ueber den schallerzeugenden Apparat von Crotalus.
Klapper besitzen diese am hintern Schwanzende gewiss nur einen ein-faclien hornigen Ueberzug, der nach vom unmittelbar in die Schuppenbaut übergeht, selbst aber der Schuppen entbehrt und wie eine tubenförmige Kappe die Spitze des Schwanzes bekleidet.«
Bei ausgebildeten Thieren besteht jedoch die Klapper aus mehreren bis 20 ja 40 [?]) hohlen, hornigen Gliedern, welche auf eine eigenthümliche \\ eise lose, aber sicher an einander hängen, — und hat eine pyramidale, von beiden Seiten zusammengedruckte Gestalt, so dass man an ihr eine rechte und eine linke, je mit einer Längsfurche versehene Seitenfläche; einen obern, dem Bücken des Thieres, und einen untern, dem Bauche des Thieres entsprechenden Band, eine nach hinten gerichtete Spitze und eine nach vorn gekehrte über das Schwanzende gestülpte Basis unterscheiden kann (Fig. 2 .
Die einzelnen Glieder nehmen gegen die Spitze der Klapper an Grösse ab und sind im Allgemeinen dünnwandige, aus einer trocknen, scheinbar homogenen, manchmal von natürlichen Lücken durchbrochenen Hornmasse bestehende Stücke von seitlich abgeplatteter, conisch-mützenförmiger Gestalt und verengter Basalöfthung. welche als genaue Abdrücke der jeweiligen Form der Hautverdickung des Endkörpers durch zwei quere ringförmige Einschnürungen — eine obere hintere , breitere, und eine untere vordere , schmalere — in drei Ausbuchtungen zerfallen, die nach oben hinten) an Grösse abnehmen und durch eine auf jeder der beiden Seitenflächen befindliche Längsfurche in je zwei nicht ganz congruente Hälften getheilt werden Fig. 4 .1 — 7/ . Diese Asymmetrie der Hälften, auf deren Folgen ich noch zurückkomme, ist jedoch weniger durch die Lage der Längs-turchen, als vielmehr durch die Form der Ausbuchtungen selbst bedingt, indem dieselben au der. dem Dorsalrande der Klapper entsprechenden schmalen Seite der Glieder näher an einander rücken und niedriger sind, als an der entgegengesetzten.
Die beschriebenen Glieder sind nun so in einander gefügt, dass jedes folgende Glied die mittlere und die obere (hintere Ausbuchtung des vorhergehenden Gliedes in seine untere (vordere und mittlere Ausbuchtung aufnimmt Fig. 7 , und dass somit an der unverletzten Klapper nur die untersten vordersten Ausbuchtungen der Glieder frei zu Tage liegen.1
Oeflmet man daher an einer Klapper eine der frei zu Tage liegen-
1 Beiläufig bemerke ich, dass die unbedeckten Tlieile der Glieder an den von mir untersuchten Klappern eine glatte glänzende Oberfläche batten, während die bedeckten meist wie mattgeschliffenes Glas aussaben. Erstere waren zugleich an einem Exemplar weit dunkler gefärbt als letztere.