﻿Ueber den schallerzeugenden Apparat von Crotalus.	4 I 3
den Ausbuchtungen, so findet man darin die zweite oder mittlere Ausbuchtung des vorhergehenden Gliedes eingeschlossen, und öffnet man diese, so sieht man die dritte oder Endausbuchtung des zweitnächsten Gliedes hereinragen Fig. 7 bei 3 und 4).
Trotz dieser dreifachen Ineinanderschachtelung behalten aber die verbundenen Glieder Spielraum genug, um sich innerhalb gewisser Grenzen nach allen Richtungen gegen einander zu verschieben ; auch kann eine Flüssigkeit leicht zwischen und in die Glieder eindringen, wodurch dann natürlich die Vibrationen derselben so behindert sind, dass die Schlangen fast gar kein Geräusch mehr hervorbringen können und bei feuchter Witterung besonders gefährlich sein werden.
Dass die verbundenen Glieder nicht aus einander fallen können, liegt hauptsächlich an ihrer verengten Basalöffnung, deren etwas aufgebogener Rand tief in die kreisförmige Einschnürung zwischen der ersten und zweiten Ausbuchtung des vorhergehenden Gliedes eingreift und vorspringt. Fasst man eine Klapper an ihrer Basis und hält sic horizontal, indem man zuerst einen und dann den andern schmalen Rand nach oben kehrt, so macht sich eine auffallende Verschiedenheit des Grades der Verschiebbarkeit der Glieder bemerkbar, welche, von jener ölten erwähnten Asymmetrie der Ausbuchtungen herrührend, leicht dazu benutzt werden kann zu bestimmen, welcher der dorsale, welcher der ventrale Rand einer vom Thiere abgelösten Klapper sei obwohl man dies auch schon an jedem einzelnen Gliede leicht erkennen kann).
Kehrt man nämlich den Dorsalrand nach oben, so ist die Axe der Klapper nahezu eine gerade Linie (Fig. 5), sieht aber der Ventralrand nach oben, dann krümmt sich die Axe beträchtlich nach abwärts, weil eben die Glieder an diesem Rande aus den angegebenen Gründen in ihrer Verschiebbarkeit weniger limitirt sind (Fig. 6).
Alle von mir untersuchten Klappern Hessen deutlich erkennen Fig. 2), dass ihre eigentlichen Endglieder verloren gegangen waren — bis auf eine, die mit einem Gliede endete, welches nur eine, und zwar seichte quere Ringfurche zeigte (Fig. 4 A). Ich glaube dieses für ein richtiges Endglied halten zu dürfen, weil es eine durchaus glatte glänzende Oberfläche und dunklere Färbung hat, wie die zu Tage liegenden Th eile der übrigen Glieder, welche Beschaffenheit die zufällig entblössten versteckten Theile derselben wohl niemals erhalten mögen, und weil cs so gestaltet ist, dass es scheint, als ob es immer untauglich gewiesen sein müsste, einem weiteren Gliede sichern Halt zu gewähren. Damit soll aber nicht etwa gesagt sein, dass ich jenes Glied für den embryonalen, aus dem Ei mitgebrachten Ueberzug der