﻿Ueber den schallerzeugenden Apparat von Crotalus.
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sul) 2 angedeuteten Veränderungen, die zweite Anschwellung der Hautverdickung zugleich allmählich an die Stelle der dritten (hintersten), die erste hingegen an die Stelle der zweiten rücken müsse, und dass sich in dem oben erwähnten, von den letzten Hautschuppen verdeckten Falz eine neue Anschwellung erheben müsse, welche die erste Ausbuchtung des neuen Gliedes absondern wird.
Fassen wir dabei nun auch die zwischen den Anschwellungen des Hautüberzuges des Endkörpers befindlichen queren Einschnürungen ins Auge, so werden sie offenbar den Thälern zu vergleichen sein, welche die fortschreitenden Wellenberge (hier Hautanschwellungen) trennen !
Hiermit glaube icli die Bildungsweise der Klapper von Crotalus im Allgemeinen richtig skizzirt und einen ebenso neuen als interessanten Entwickelungsvorgang aufgedeckt zu haben.
Schliesslich bemerke ich nur noch, dass die Auffindung und genauere Ermittlung der einzelnen angedeuteten Stadien der Bildungsgeschichte der Klapper von Crotalus — (namentlich hinsichtlich des Verhornungsprocesses) —, sowie die Entscheidung der Frage, ob bei jeder Häutung immer ein neues Glied angesetzt wird, späteren, ausgedehnteren Untersuchungen überlassen bleibt, denn beide von mir untersuchten Thiere befanden sich gerade in der Periode, wo das jüngste oder Basalglied der Klapper, eben erst vollständig entwickelt, noch als genau anliegender, kappenförmiger Ueberzug auf der Hautverdickung des Endkörpers der Wirbelsäule aufsitzt.
Graz, im April 1856.