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Ueber das Verhalten des weichen Gaumens etil.
Verschluss der Nasenhöhle, und rann die hintere Pharynxwand herab, worauf Husten oder Schluckbewegungen (lern Experiment ein schnelles Ziel setzten.
Sprach ich i, so sammelte sich das Wasser in der oberen Abtheilung des Rachens, und wurde in der Regel leicht und längere Zeit zurückgehalten.
Fast dasselbe gilt für u und o, in geringerem Grade für e. Hinsichtlich der Dichtigkeit des Nasenverschlusses scheint sich also dieselbe Reihenfolge der Vocale herauszustellen, wie für die Hebung der von der Sonde berührten Gaumenfläche.
Am deutlichsten überzeugte ich mich von dem Gesagten, wenn ich, während das Wasser injicirt wurde, die Vocale in der Reihe i, u, o, e, a continuirlich hervorbrachte. Der Nasenverschluss brach dann in der Regel beim a, manchmal jedoch auch schon beim e durch.
Die grossere oder geringere Leichtigkeit nun. mit welcher der Nasenverschluss vom Wasser durchbrochen wird, dürfte sich, wie mir scheint, unter der Voraussetzung, dass für die Vocalreihe i. u, o, e, a mit dem Neigungswinkel des Vélums gegen die Pharynxwand, zugleich auch die Innigkeit der Berührung beider und die Straffheit des ersteren wachse, am besten erklären.
Es gehört übrigens einige Uebenvindung und Selbstbeherrschung dazu, diese unangenehmen Versuche rein anzustellen , denn fast un-willkürlich verstärkt man, entweder den Nasenverschluss oder verschluckt die sich ansammelnde Wassermaasse, wegen des Kitzels und Druckes.
Schliesslich erwähne ich noch, dass ich alle die mitgetheilten Versuche bisher nur an mir selbst anzustellen Gelegenheit fand, und sehr wünschte ich, dieselben auch von Anderen wiederholt und bestätigt zu sehenJ), da das Generalisiren solcher Thatsachen, wie der mitgetheilten, nicht vorsichtig genug geschehen kann.
Als ein gutes Zeichen für die Allgemeingültigkeit der von milan mir selbst nachgewiesenen und wahrscheinlich gemachten Veränderungen am Gaumensegel, beim Hervorbringen der reinen Vocale, kann ich nicht umhin, an die Beobachtung meines verehrten Lehrers Pubkyne zu erinnern, dass sich beim Uebergange vom a zum e der sogenannte Kehlraum, d. h. der Raum zwischen Kehlkopf, hinterer Rachenwand, Gaumensegel und Zungenwurzel erweitert, und die Erweiterung auch beim i bleibt — und an eine Stelle bei Brücke
1 Vergl. Schuh. Wiener med. Wochenschrift Nr. 3, 1S5S.