﻿lieber clas Accommodationsphosphen.
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die kleinsten Wertlie haben, und 2. dass die Linse im ruhenden, fernsich-tigen Auge zwischen den gespannten Zonulablättern abgeplattet wird.
Mag dem jedoch sein wie ihm wolle, so viel darf mit Bestimmtheit geschlossen und als bleibender Gewinn für die Lehre von den Accommodations-Veränderungen betrachtet werden, dass gewisse peripherische Theile der Retina während des plötzlichen Ueberganges aus dem Accommodations-Zustand fürdie grössteNäheinjenenfürdie Ferneein er localen Zerrung ausgesetzt sind, welche in geringerem Grade wohl bei jeder plötzlichen Accommodations-Bewegung für die Ferne stattfinden mag.
Schliesslich bemerke ich nur noch, dass ich mich noch weiter mit der Untersuchung des Accommodationsphosphens zu beschäftigen gedenke, um den gemachten Erklärungs versuch entweder fester zu begründen oder zu berichtigen, da die aus demselben fliessenden Folgerungen für die Ermittelung wenigstens einiger Momente des noch immer ziemlich hypothetischen Accommodations-Mechanismus von unverkennbarem Werthe sein dürften, obschon sich nicht alle Augen zur Hervorbringung des Phosphens zu eignen scheinen.
2.
Wenn ich hier auf jene bereits von Puekynè ') erwähnte subjective Lichterscheinung, welche ich vor einiger Zeit genauer untersucht und wegen ihres nachweislichen Zusammenhanges mit den Einrichtungsbewegungen im Auge das »Accommodationsphosphen« genannt habe, nochmals zurückkomme, so geschieht dies hauptsächlich, um durch Anregung recht zahlreicher fremder Beobachtungen die Feststellung zu ermöglichen, ob und in welcher Weise sich dieses interessante Phänomen bei der Mehrzahl gesunder Augen findet.
Zu diesen Beobachtungen ist jedoch nur derjenige befähigt, der mit dem Sehen in subjectiver Hinsicht genügend vertraut ist und seinen Accommodationsapparat völlig in seiner Gewalt liât ; negative Resultate solcher Beobachter, bei welchen diese beiden Grundbedingungen nicht streng erfüllt sind, zählen natürlich nicht mit.
Die wenigen Personen aus dem Kreise meiner näheren Bekannten, welche bisher die einschlägigen Versuche anstellten, konnten keine Spur der Lichterscheinung, welche bei Pukkynè und bei mir so deutlich hervortritt, wahrnehmen. 1 2)
1	Purkyne : Beobachtungen und Versuche zur Physiologie der Sinne. Berlin bei Reimer, 1825, Bd. II. S. 115.
2	in jüngster Zeit habe ich meinen Assistenten Herrn Dr. Col. Balogii zu
Czermak, Schriften.	29