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Ueber das Accommodationspliosphen.
Da ich mir nicht erlauben darf, bei allen diesen Personen zur Erklärung des negativen Resultates ihrer Versuche geradezu Mangel an Ausdauer und Geschicklichkeit im Experimentireu vorauszusetzen, so vermutke ich, dass es allerdings Augen gehen mag, bei welchen die organischen und mechanischen Bedingungen des Accommodations-pkosphens minder günstig Zusammenwirken.
Darüber sollen nun eben fernere Beobachtungen Aufschluss geben, zu deren Anstellung ich durch diese Zeilen recht viele competente Forscher anregen möchte.
Die Bedeutung, welche ich dem Accommodationsphospken 1. c. heizulegen suchte und welche ich in ihrem ganzen Umfange aufrecht erhalte, dürfte das lebhafteste Interesse aller Jener in Anspruch nehmen, welche der Entwickelung der neueren Vorstellungen über den Accommodationsmechanismus des Auges aufmerksam gefolgt sind. — Doch zur Sache.
Wenn ich im Finstern die Augen willkürlich für ihren Nahpunkt einstelle und dann ganz plötzlich mit der fühlbaren und bedeutenden Anstrengung fürs Nahesehen nachlasse, so sehe ich, wie Purkyne zuerst angab, einen schmalen und ziemlich scharf begrenzten feuerigen Ring von bedeutendem Durchmesser — nahe an der äussersten Grenze des gemeinschaftlichen Sehfeldes aufleuckten.
Der feurige Ring ist bei mir nicht absolut kreisrund, sondern wie mein Sehfeld selbst, etwas elliptisch ; der kleinere Durchmesser steht vertical, der grössere horizontal ; seine Breite erscheint mir oben und unten etwas geringer als rechts und links.
Ich kann die beschriebene Licliterscheinung nicht beliebig oft rasch hintereinander hervorbringen; die Erregbarkeit der betheiligten Netzhautelemente scheint sich bald zu erschöpfen.
Desslialb ist demjenigen, der das Phänomen erst kennen lernen will, zu rathen, den Versuch erst nach einer längeren Ruhepause wieder aufzunehmen, wenn derselbe 5—6 Mal hintereinander erfolglos angestellt sein sollte. Die günstigsten Verhältnisse zur Anstellung der Versuche finden sich übrigens des Nachts oder des Morgens nach dem Erwachen, wenn die Netzkaùt völlig ausgeruht ist. Es ist kaum nöthig, vor einer Verwechslung des Accommodationspkospkens mit jenen kleinen feurigen Kreisen oder Halbkreisen zu warnen, welche bekanntlich bei starken Seitwärtsdrehungen der Augen um den Opticuseintritt herum entstehen.
diesen Versuchen veranlasst und hat derselbe in seinen normalsichtigen, aber etwas reizbaren Augen meine Angaben über das Accommodationspliosphen in allen wesentlichen Punkten bestätigen können.