﻿Ueber das Accommodationsphosphen.
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Die genauere Analyse der Erscheinung lehrt nun folgendes :
1.	Die Qualität des erzeugten subjectiven Lichtes stimmt genau mit jener der allgemein bekannten Druckbilder überein, welche durch Druck oder Zerrung der Retina entstehen. Unser feuriger Ring ist daher offenbar durch mechanische Reizung einer gewissen Netzhautregion bedingt — er ist ein Phosphen.
2.	Indem trotz des bedeutenden Durchmessers des ringförmigen Phosphens, in der Peripherie des Gesichtsfeldes für das indirecte Sehen ein schmaler finsterer Raum übrig bleibt, so müssen die mechanisch gereizten Netzhautpunkte ganz nahe hinter der Or a serrate. retinae, in einer ziemlich scharf begrenzten ringförmigen Zone liegen, welche für beide Angen »identisch« ist. Es ist kein Gebilde bekannt, welches an jener ringförmigen Zone mit der Retina zusammenhinge und einen daselbst localisirten mechanischen Reiz ausüben könnte — als die Zonula Zinnii, deren Fasern nach Köllikek bekanntlich »etwas hinter der Ora serrata an der Aussenseite der Hyaloidea beginnen «, wo die Glashaut mit der Retina und diese wiederum mit der Chorioidea in den innigsten Contact kommt.
Die mechanische Reizung jener Netzhautzone wird somit in einer Zerrung derselben in Folge einer plötzlichen Spannung der Zonula Zinnii bestehen.
3.	Die Dauer der ganzen Lichterscheinung ist sehr kurz, dennoch habe ich hinsichtlich ihres zeitlichen Verlaufs deutlich wahrnehmen können, dass die Lichtintensität nicht allmählich zunimmt, sondern plötzlich ihren höchsten Grad erreicht und dann erst allmählich, wiewohl auch noch sehr rasch auf Null herabsinkt.
Dies beweis’t, dass die Bedingungen des Phosphens (Spannung der Zonula und Zerrung jener peripherischen Netzhautzone) gleich im Beginne der Erscheinung am stärksten sind und dann allmählich erst abnehmen.
4.	Von besonderer Wichtigkeit war es, zu bestimmen, mit welchen Momenten der in der angegebenen Reihenfolge bei dem Versuche vorgenommenen Accommodationsbewegungen die Entstehung und der Versuch des Phosphens zeitlich zusammenfallen.
Ich habe mit Sicherheit und Genauigkeit ermittelt, dass das Phosphen entsteht, unmittelbar nachdem man die fühlbare Anstrengung für’s Nahesehen plötzlich unterbrochen hat, und dass es ab lauft während sich, nach Aufhebung der positiven Anstrengung das Gefühl des zurückkehrenden Ruhezustandes einstellt. Es ist immer schon längst verschwunden, wenn völlige Ruhe eingetreten ist.
In der That, wenn ich die Anstrengung für’s Nahesehen so lange
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