﻿lieber das Accommodationsphosphen.
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Hört nrm plötzlich die Wirkung des Tensor u. s. w. auf, so kehren alle für die positive Einrichtung verschollenen Tlieile in ihre frühere Lage zurück.
Indem nun die Retina plötzlich ihren alten Lagerungsverhältnissen zustrebt, die Zonula sich wieder anspannt — die bedeutende Convexität und Dicke der Linse aber dem abplattenden Drucke der gespannten Zonulahlätter etwas träge weichen, so erfolgt nothwendig eine locale (anfänglich am stärksten hervortretende) Zerrung der Retina an jener nahe hinter der Or a serrata gelegenen ringförmigen Zone, bis zu welcher sich die Fasern der Zonula verfolgen lassen, — und es muss das beschriebene Phosphen mit allen Einzelnheiten seiner Erscheinung hervortreten.
In so weit nun die Erklärung des Accommodationsphosphens nach allen Seiten befriedigend erscheint, dürfte wiederum die Existenz dieser Lichterscheinung als ein neues Argument für die Richtigkeit der beiden von Helmholtz urgirten Momente des Accommodations-mechanismus sprechen : 1. dass die Linse im ruhenden, fernsichtigen Auge zwischen den gespannten Blättern der Zonula abgeplattet wird, und 2. dass die Gleichgewichtsform, welche die Linse im nahesichtigen Auge in Folge der Abspannung der Zonula, vermöge ihrer Ela-sticität annimmt, jene ist, für welche der äquatoriale Durchmesser und die Radien der vorderen und hinteren Linsenfläche die kleinsten Werthe haben.
Eine abwechselnde Füllung und Entleerung der Ciliarfortsätze, wie sie L. Fick (Müll. Arch. 1853) angenommen hat, würde (wenn nur erst die Contractilität der Substanz der Ciliarfortsätze erwiesen wäre), mit dem Vorgetragenen sehr gut in Zusammenhang zu bringen sein.
Ein Blick auf den schönen und correcten Durchschnitt Fig. II Tafel XX der Icônes physiologiae von Ecker wird Jedem ersichtlich machen, dass eine Entleerung und Volumverminderung der Ciliarfortsätze beim Nahesehen die Abspannung der Zonula durch den Tensor ; und umgekehrt die Füllung und Erection derselben die Anspannung der Zonula für den Accommodationszustand des ruhenden Auges wesentlich unterstützen müsste.
Schliesslich bemerke ich nur noch, dass das Accommodationsphosphen sowohl in kurzsichtigen (bei Pcrkynè) als in normalsichtigen bei mir und Dr. Balogh) Augen vorkommt und jedenfalls den Beweis liefert, dass es Augen giebt, in welchen eine nahe hinter der Ora serrata gelegene ringförmige Netzhautzone hei dem plötzlichen Ueber-gang der » einrichtenden und eingerichteten Tlieile « des Accommoda-