﻿XXXVIII.
Ueber das Accommodationsphospben [1 und 2j,
[■I. Wiener akad. Sitzungsber. 1837 und Moleschott’s Untersuchungen, Bd. V. 1838. 3. Graefe’s Archiv f. Ophthalmologie 1860. Bd. VII.]
1.
Von einem feuerigen Ringe, welcher entstehen soll, wenn man das Auge im Finstern »ziun Nahesehen anstrengt« und »plötzlich wieder erschlafft« spricht schon Pvrkynè in seinen »Beobachtungen und Versuchen zur Physiologie der Sinne«. Berlin bei Reimer, 1825, Bd. II, S. 115.
Ich habe diese unverdienter Weise vergessene subjective Lichterscheinung, welche ich das » Accommodationsphosphen « nennen möchte, neuerdings einer sorgfältigen Untersuchung unterworfen und ihren offenbaren Zusammenhang mit den Accommodations-Veränderungen zu ermitteln versucht.
Folgendes kann ich als die vorläufigen Resultate meiner Bemühungen mittheilen.
1.	Wenn man im Finstern die Augen für das Sehen in nächster Nähe einrichtet und dann plötzlich wieder für die Ferne accommodirt, so bemerkt man nahe an der Peripherie des Gesichtsfeldes einen ziemlich schmalen feurigen Saum, welcher, ringförmig in sich selbst zurücklaufend, in d e m Momente auf blitzt, woman m itder fühlbaren Anstrengung für’s Nahesehen nachlässt.
2.	Nach seiner Form und Lage im Sehfeld muss das Accommodationsphosphen durch eine Zerrung der Retina in der Gegend der Ora serrata bedingt sein.
3.	Da ferner die höchste Intensität gleich beim Auftreten dieser subjectiven Lichtentwickelung, nicht mit der höchsten Anspannung des Auges für die Nähe, sondern, wie gesagt, mit dem Momente der Acconnnodationsbewegung zusammenfällt, wo man mit der fühlbaren