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Einige Beobachtungen über die Sprache bei vollständiger Verwachsung des Gaumensegels mit der hinteren Schlundwand.
[ Wiener akademische Sitzungsberichte 1838
Katharina D., gegenwärtig 14 Jahre alt, kam vor 2 Jahren mit (Jeschwüren am weichen Gaumen, den Ganmenbogen und der hinteren Rachenwand behaftet auf Prof. v. Dumeeicher’s Klinik und wurde daselbst als an Ozaena scrophulosa leidend mit Iodglvcerin-Einpinselungen und adstringirenden Gurgelwässern behandelt. Der Verdacht auf Lues erwies sich als unbegründet.
Die Geschwüre wurden geheilt, dagegen konnte eine vollständige Verwachsung des Gaumensegels mit der hinteren Rachenwand nicht gehindert werden, so dass endlich die Nasenhöhle von hinten her luftdicht verschlossen wurde.
Die Patientin kann seither nur durch den Mund Athem schöpfen.
Auch die angewendete Spiegelprobe ') welche die leisesten Spuren von Luftströmungen durch die Nase anzeigt, gab ein negatives Resultat; der luftdichte Nasenverschluss unterliegt daher zur Zeit der Untersuchung keinem Zweifel.
Nichts desto weniger gibt die Patientin an, dass sie zuweilen im Stande sei etwas Luft durch die Nase hindurchzupressen. Wenn diese Angabe nicht auf Selbsttäuschung beruht, so erklärt sie sich einfach aus einer theilweisen Lösung der Verwachsung zwischen Gaumen und Rachenwand in Folge neuauftretender Ulcerationen, deren sich gegenwärtig wieder einige von sehr beträchtlicher Tiefe auf dem hinteren, etwas angeschwollenen Theile des Zungenrückens finden.
1 Czermak, über reine und nasalirte Vocale. Nr. LX. S. 465.