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Der Kehlkopfspiegel.
demie vom 29. April IS5S . und Semeledek in Folge meiner Anregung sogar schon eine werthvolle praktische Anwendung des Kehlkopfspiegels hei einer Affection des Zungengrundes gemacht hatte s. Zeitschrift d. Ges. d. Aerzte zu Wien. Ko. 2s. 1555, Sitzung v. 2s. Mai .
Was aber die nach Herrn Tükok’s Angabe construirten Spiegel betrifft, deren ich mich zu meinen allerersten Versuchen bediente, so waren dieselben keineswegs von der Form derjenigen, welche Herr Tükck später als die allein ! brauchbaren genauer angab (s. Zeitschrift d. Ges. d. Aerzte vom 25. Juni 1S5S'. Es waren länglich 4eckige Glasspiegelchen in einer Metalleinfassung, an welcher in der Mitte der schmalen Seite der Stiel vermittelst eines Charnier-gelcnkes befestigt war. Ich erwähne diese lächerlichen Kleinigkeiten . um daran zu erinnern. dass ich Herrn Tükck auch bei der Construction meiner eigenen Spiegel, deren Beschreibung und verschiedenen Maasse ich schon in der Sitzung vom 9. April 1555 ausdrücklich angab s. Wiener med. Wochenschrift vom 17. April 1555. vgl. auch die Abbildung meines Selbstbeobachtungsapparates auf Taf. I. meiner Abhandlung in den Sitzungsber. der Wiener Akademie vom 29. April oder die Copie dieser Tafel in meiner Brochure , nichts abgeguckt habe, sondern meinen eigenen Weg gegangen bin.
Hie Berechtigung zu einem Streit um die Priorität, wie ihn Herr Tükck nach meinem Vortrage in der Sitzung der Ges. der Aerzte am 9. April anting; kann wohl Niemand, der die mitgetheilten That-s ach en kennt, zugestehen und selbst jene rücksichtsvolle Erklärung. welche ich, um jede weitere Polemik abzuschneiden und im Vertrauen auf die Ehrenhaftigkeit meines Gegners nach jener Sitzung zu unterschreiben mich herbeiliess, kann keinen Unparteiischen in seinem Urtheil beirren ! Jene Erklärung, welche Herr Tükck. un-eingedenk der ihm dadurch bewiesenen Freundlichkeit und Hüeksicht. so oft gegen mich missbraucht hat, lautete Wiener med. Wochenschrift No. 16 Beilage; ; »Als ich in Ko. B> dieser Wochenschrift einen Artikel einrücken liess. in welchem ich die praktischen Aerzte auf die Verwerthung des G.vU( ia scIicu Kehlkopfspiegels aufmerksam machte, war ich der Meinung, Herr Prim. Dr. Tükck, dessen nach seiner Angabe construirten Spiegel ich mich zu meinen ersten physiologischen Beobachtungen bediente, hätte die, wie mir bekannt war, und ich auch in jenem Artikel andeutete, im abgelaufenen Sommer an den Kranken seiner Abtheilung vorgenommenen Versuche einer Verwendung dieses Spiegels zu diagnostischen Zwecken gänzlich fallen lassen.
Hätte ich gewusst, dass, wie ich erst jetzt erfuhr, derselbe